Tiere

Vögel füttern – Verzichten Sie auf gekauftes Vogelfutter

Ob man Vögel füttern sollte oder nicht, darüber scheiden sich die Geister. Wenn Sie es machen, dann aber bitte richtig. Gekauftes Vogelfutter ist z.B. ungeeignet.

Vögel Meisenknödel
© Ingo Bartussek / stock.adobe.com

Die Frage, ob man Vögel füttern sollte oder nicht, ist gar nicht so leicht zu beantworten. Sicherlich würden Vögel auch ohne unsere Futtergaben genügend Futter finden. Wir machen es ihnen im Winter dadurch jedoch einfacher. Vor allem bei länger anhaltendem Frost und einer geschlossene Schneedecke, denn dann werden die Reserven für heimische Vögel wie Meisen, Finken, Amseln und Co. knapp. Ohne unsere Hilfe würden die schwächeren Vögel dann sterben. Also kann es nicht so verkehrt sein Vögel zu füttern. Allerdings ist es nur im Winter sinnvoll, wenn sie kaum noch selbst Futter finden.

Für Kinder ist das dann natürlich ein wahres Naturschauspiel, denn an den Futterstellen lassen sich die Tiere aus nächster Nähe beobachten. So lernen Kinder ganz einfach die unterschiedlichen heimischen Vogelarten kennen.

Verzichten Sie auf gekauftes Vogelfutter

Wenn Sie die Vögel füttern möchten, dann sollten Sie allerdings möglichst auf gekauftes Vogelfutter verzichten. Das gekaufte Vogelfutter ist nämlich oft mit Schwefel angereichert. Außerdem befinden sich in gekauften Vogelfutter häufig Samen der Ambrosia-Pflanze (hier mehr darüber). Das Problem: Ambrosia-Pollen gehören zu den stärksten Allergie-Auslösern überhaupt. Ein weiterer Grund, um auf gekauftes Vogelfutter zu verzichten.

Was sollte man füttern?

Füttern Sie auch auf keinen Fall Brot, denn Backwaren sind ein idealer Nährboden für Bakterien. Auch salzige Essensreste wie Wurst, Käse und Salzkartoffeln sowie Butter und Margarine sind absolut tabu. Damit schaden Sie den kleinen Tierchen anstatt das Sie ihnen helfen. Eine einfache Körnermischung aus Sonnenblumenkernen, Kleie und Haferflocken gemischt mit Rosinen reicht in der Regel völlig aus.

Tipp:
Sie können aus der soeben genannten Mischung auch prima eine Futterglocke zaubern. Dazu benötigen Sie zusätzlich nur noch weiches, ungewürztes Schmalz oder Kokosfett, ein Band, einen kleinen Ast und einen Tontopf. Wie Sie daraus nun eine Futterglocke zaubern, erfahren Sie in diesem Video.

Blumen als Nahrungsquelle pflanzen

Vogel an Sonnenblume
© ZIHE / stock.adobe.com

Vögel mögen vor allem Sonnenblumenkerne sehr gerne. Hier ist es ein leichtes, ihnen diese anzubieten. Pflanzen Sie dazu im Frühjahr einfach ein paar Sonnenblumen und lassen Sie diese nach der Blüte stehen. Die Kerne reifen aus und die Vögel bedienen sich dann im Winter daran.

Auch Beerenbüsche sind für Vögel ein gefundenes Fressen. Diese natürlichen Futtergaben sind auch viel gesünder für die Tiere und gleichzeitig haben Sie schöne Pflanzen im Garten, die einen zusätzlichen Nutzen bieten. Lassen Sie also alle Früchte, die Sie nicht essen möchten, ruhig an den Büschen dran.

Samenfressende Vögel können Sie im Winter optimal versorgen, indem Sie samenreiche Kräuter und Blumen nach der Blüte nicht abschneiden, sondern stehen lassen. Zu diesen Pflanzen gehören beispielsweise Brennnesseln, Disteln, Kletten, Karden und Beifuss.

Verwenden Sie am besten Futtersilos zur Winterfütterung

Futtersilos sind deshalb am besten für die Winterfütterung geeignet, weil die Vögel so nicht in dem Futter herumlaufen und es mit Kot verschmutzen können. So breiten sich keine Krankheiten aus. Außerdem verdirbt das Futter darin nicht. Verkaufshit bei Amazon sind derzeit z.B. diese Vogelfuttersäulen:

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Das Gute: Sie müssen das Futtersilo nur einmal vor der Wintersaison und einmal nach der Wintersaison säubern. Herkömmliche Vogelfutterhäuschen müssen hingegen regelmäßig mit heißem Wasser gesäubert werden.

Wichtig:
Achten Sie darauf, dass Sie Futtersilo und Vogelfutterhaus richtig aufstellen, und zwar so, dass Tiere wie Katzen, Marder und Co. dort nicht herankommen können. Außerdem sollten Sie es so positionieren, dass es bei starkem Wind, Schnee und Regen nicht durchnässt werden kann.

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