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Grünschnitt verwerten – 4 clevere Recycling-Tipps

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Ist der Frühling da, geht es wieder mit dem Zurückschneiden los. Wohin aber mit dem Schnittgut? Unsere Tipps zeigen, wie Sie Grünschnitt sinnvoll verwerten können.

Grünschnitt kompostieren
Grünschnitt kompostieren

Damit Bäume, Sträucher und Blumen besser wachsen und auch gesund bleiben, benötigen sie ab und zu mal einen Rückschnitt. Die einem im Frühjahr, die anderen im Herbst und wiederum andere im Frühjahr und Herbst. Da ist es klar, dass dabei eine ganze Menge Grünschnitt zusammenkommt. Wer eine Biotonne besitzt, der kann sich glücklich schätzen, denn hier wird das ganze Schnittgut einfach hineingegeben, die Tonne an die Straße gestellt und abgewartet, bis diese abgeholt wird.

Wer jedoch keine Biotonne besitzt oder einfach viel zu viel Schnittgut hat, sodass dieses gar nicht in die Tonne passt, der muss sich etwas anderes einfallen lassen. Unsere 4 cleveren Tipps zeigen Ihnen, wie Sie den Grünschnitt sinnvoll und zugleich auch effektiv nutzen können.

4 clevere Tipps für die Grünschnittverwertung

➤ Tipp 1 – Grünschnitt kompostieren:

Grünschnitt bildet zusammen mit anderen organischen Abfällen ein prima Strukturmaterial zur Kompostgewinnung. Allerdings sollten Sie nur die Grünabfälle auf den Kompost geben, die nicht von Schädlingen oder Pflanzenkrankheiten befallen sind.

Handelt es sich um „weiche“ Pflanzenteile, sollten Sie diese einfach mit einer Gartenschere etwas zerkleinern und auf den Kompost geben. Schnittgut von Gehölzen macht da schon etwas mehr Arbeit. Dieses sollten Sie am besten schreddern und dann auf den Kompost geben. Für das Schreddern ist allerdings ein Häcksler notwendig.

Sollten Sie keinen bzw. noch keinen Häcksler besitzen, ist ein Blick auf Testberichte-Blogger.de empfehlenswert. Hier finden Sie die besten Häcksler im Test und auch Tipps, die beim Kauf eines Häckslers zu beachten sind.

➤ Tipp 2 – Grünschnitt für’s Hochbeet nutzen:

Grünschnitt für’s Hochbeet nutzen
Grünschnitt für’s Hochbeet nutzen

Wenn Sie mit der Überlegung spielen, sich ein Hochbeet anzulegen, dann ist das Schnittgut dafür optimal geeignet, denn ein Hochbeet setzt sich prinzipiell aus Grünschnitt, Häckselgut, Kompost, Laub und Erde zusammen.

Steht das Gerüst Ihres Hochbeetes, dann geben Sie nacheinander folgende „Zutaten“ hinein:

  1. Schicht aus 20 Zentimeter Laub
  2. Schicht aus 20 Zentimeter Äste und Zweige
  3. Schicht aus Häckselgut
  4. Schicht aus Grasschnitt
  5. Schicht aus 5 Zentimeter Laub
  6. Schicht aus 15 Zentimeter Komposterde
  7. Schicht aus 10 Zentimeter Gartenerde

➤ Tipp 3 – Grünschnitt als Mulch nutzen:

Aus Grünschnitt Mulch machen
Aus Grünschnitt Mulch machen

Haben Sie die Möglichkeit das Schnittgut zu häckseln, dann können Sie dieses auch prima als Mulch verwenden. Das hat gleich mehrere Vorteile, denn eine Mulchschicht hält Feuchtigkeit am Boden, gibt ihm neue Nährstoffe und hält Unkraut in Schach.

Besonders bei Waldpflanzen fällt schnell auf, dass sich diese in unseren Gartenbeeten nicht richtig wohl fühlen. Gerade für sie ist ein gemulchter Boden deshalb sehr wichtig, denn er empfindet den Waldboden gut nach.

Um Mulch selbst herzustellen also einfach den Grünschnitt häckseln und diesen dann großzügig auf den Beeten verteilen (hier wichtige Hinweise zum Mulchen). Sie werden sehen, dass es Ihren Pflanzen bald besser geht und Sie viel weniger Unkraut zupfen müssen.

➤ Tipp 4 – Grünschnitt als Dekoration verwenden:

Grünschnitt als Deko nutzen
Grünschnitt als Deko nutzen

Natürlich können Sie das Schnittgut auch zur Dekoration nutzen. Oftmals werden Pflanzen ja nur zurückgeschnitten, damit sie besser wachsen und buschiger werden. Das Schnittgut sieht daher also meistens noch gut aus, weshalb Sie es prima als Dekoration nutzen können. Sie könnten z.B.

  • Äste in eine Bodenvase geben und auf die Terrasse stellen
  • Ast mit hängenden Teelichthaltern/Lichterkette bestücken
  • Bilderrahmen mit Grünschnitt verzieren
  • Türkranz basteln
  • Gesteck basteln
  • u.s.w.

Foto1: © airborne77 - Fotolia.com, Foto2: © Sonja Birkelbach - Fotolia.com, Foto3: © Drexler - Fotolia.com, Foto4: © k.line - Fotolia.com

2 KOMMENTARE

  1. und noch ein Tipp (für Besitzer eines Kaminofens): mit einem Stück Ofenrohr – so zurechtgeschnitten, dass es in den Brennraum des Ofens gestellt werden kann und oben und unten mit Kapseln versehen, die locker das Rohr verschließen und den Holzgas-Austritt zulassen. (Ofenrohr 120mm, Kapseln 110mm). Der Behälter, gefüllt mit getrocknetem, kleingeschnittenem oder gehäckseltem Strauchschnitt gibt über ca. 1 Std. brennendes Gas ab und zurück im Behälter bleibt Holzkohle. Nach Abkühlen kann diese krümelige Holzkohle in den Kompost, was diesen beträchtlich aufwertet (siehe Stichwort „terra preta“). Meine tägliche Holzkohle-Produktion ist mit 4 Röhren auf ca. 10 Liter täglich angewachsen. Das übrige Brenngut im Ofen wird vom Holzgas so gut unterstützt, dass der Brand rußfrei abläuft und die Sichtscheibe des Kaminofens sauber bleibt.

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