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Judasbaum pflanzen und pflegen – So wird’s gemacht

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Wer Magnolien und Kirschblüten schön findet, der wird den Judasbaum lieben. Lesen Sie hier wie Sie einen Judasbaum richtig pflanzen und pflegen.

Kaum ein anderes europäisches Gehölz präsentiert sich so vielseitig wie der Judasbaum, der bei nahezu jedem Gärtner erstmal pures Erstaunen hervorruft. Entscheidend hierfür ist allein schon seine Stammblütigkeit. Wobei die rosa, orchideenartigen Blüten nicht nur an dünnen Ästen hervor sprießen, sondern auch an den altstämmigen Ästen heraustreiben.

» Schon gewusst:

Seinen volkstümlichen Namen erhielt der Judasbaum aufgrund seiner rundlichen Blätter, die an Silberlinge zurzeit von Judas erinnern, für welche er Christus einst verraten hat. Diese grünen Blätter färben sich im Herbst in ein wunderschönes Goldgelb um.

Judasbaum-Sorten

Ein richtiger Blickfang: der Judasbaum

Ein richtiger Blickfang: der Judasbaum

Bevor Sie einen Judasbaum pflanzen können, müssen Sie sich erst einmal für eine Sorte entscheiden. Im Gartenfachmarkt werden oftmals unterschiedliche Sorten des Judasbaums angeboten. Die folgenden finden Sie fast überall:

  • Kanadischer Judasbaum – robustere Sorte mit rötlichem Laub
  • Chinesischer Judasbaum – relativ frostharte Sorte
  • Gemeiner Judasbaum – gerade als Junggehölz sehr frostempfindlich
  • Alba – bringt weiße Blüten hervor

Vielmals wird der Judasbaum aber auch unter dem Namen Herzbaum oder Liebesbaum im Gartenfachhandel angeboten.

Judasbaum pflanzen und pflegen – So wird’s gemacht

Wenn auch Sie sich diesen wunderschönen Baum in den Garten holen möchten, dann sollten Sie sich am besten an unsere Hinweise für die Anzucht und die Pflege des Baumes halten. So werden Sie lange Freude an Ihrem Judasbaum haben.

Standort:

Der Judasbaum, der zur Gattung der Hülsenfrüchte zählt, wächst in nahezu jeder kalkhaltig-nährstoffreichen, möglichst durchlässigen, wenngleich auch immer etwas feuchten Erde. Wobei er einen lichtdurchfluteten, sonnig bis nur mäßig halbschattigen Standort eindeutig bevorzugt.

Pflanzzeitpunkt:

Die beste Pflanzzeit für Jungbäume ist das Frühjahr. Ältere Judasbäume (ab circa dem 3. Lebensjahr) können Sie aber auch im Herbst einpflanzen.

» Achtung:

Sobald sich der Judasbaum an einem Standort wohlfühlt, bildet er manchmal auch extreme Wurzelausläufer (Flachwurzler), die Sie dann natürlich eindämmen müssen. Andernfalls sind sie stark genug, um sogar Pflastersteine anzuheben.

Rückschnitt:

Des Weiteren wächst ein Judasbaum jährlich zwischen 30 und 50 Zentimeter, zu Beginn aufrecht, später bildet sich eine leicht ausladende Krone. Trotzdem sollten Sie den Judasbaum in seinem natürlichen Wuchs nur bei dringendem Bedarf einmal zurückschneiden (ähnlich wie Magnolienbäume). Lediglich abgestorbene Äste können Sie alljährlich im Frühjahr und/oder Herbst entfernen.

Düngen:

Obendrein benötigt ein Judasbaum in der Regel keinerlei Düngung, insofern Sie ihn an den richtigen Standort gepflanzt haben. Andernfalls können Sie z.B. bei sauren Böden einmal jährlich mit ein bis zwei Esslöffel Blaukorn ein wenig nachhelfen.

Blüte und Früchte

Die Blütenphase des bis zu circa 6 Meter hoch wachsenden Judasbaums beginnt schon im zeitigen Gartenjahr, von April bis Mai, weshalb der Judasbaum zu den Frühblühern zählt. Hierbei bildet der Judasbaum auch eine zumeist recht üppige, rosa Blütenwolke, wobei immer mehrere Blüten in Büscheln zueinander stehen. Gleichzeitig wachsen auch die blau-grünen Blätter am Baum, wodurch sich schnell ein optisch recht hübscher Kontrast bildet.

» Tipp:

Die Blüten selbst können auch verzehrt werden, beispielsweise in Salaten, wobei sie einen tollen Kontrast bilden!

Der Judasbaum wächst von Natur aus strauchförmig. Sie können ihn jedoch auch als Kugelbaum mit Hochstamm zuschneiden, oder als Kübelpflanze mit kleinerer Wuchshöhe einpflanzen. Letztendlich eignet er sich auch als kletternde Spalierpflanze, womit sich mit dem Judasbaum sogar eine Fassadenbegrünung kreieren lässt.

Nach der Blüte entwickeln sich am Judasbaum circa 6 Zentimeter lange, rotbraune Hülsenfrucht-Schoten, die bis in den Winter hinein daran hängen bleiben. Die Samen der Früchte sind jedoch aufgrund ihres eigenwilligen Geschmacks nicht unbedingt jedermanns Geschmack, wenngleich sie für den Verzehr geeignet wären.

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Foto1: © schuduma - Fotolia.com, Foto2: © Jürgen Fälchle - Fotolia.com, Foto3: © emer - Fotolia.com

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