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Mikrowellenkürbis: Tipps vom Anbau bis zur Zubereitung

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Haben Sie schon einmal etwas von einem so genannten Mikrowellenkürbis gehört? Den gibt es wirklich! Wie dieser angebaut und verarbeitet wird, erfahren Sie hier.

Der Mikrowellenkürbis schmeckt herrlich
Der Mikrowellenkürbis schmeckt herrlich

Der Mikrowellenkürbis mit dem klangvollen Namen Buttercreme oder der Fachbezeichnung SC 415 F1 zählt sicherlich zu den aktuellsten Pflanzenneuheiten im Gartenfachhandel. Frucht aufschneiden, füllen und ab in die Mikrowelle heißt dabei die Zubereitungs-Devise, die selbst Kinder verführt, das leckere Gemüse zu kosten!

Mikrowellenkürbisse eignen sich aufgrund ihrer Größe und Färbung aber auch hervorragend gut als Herbstdekoration. Und haben die Kürbisse als Deko ausgedient, dann können sie anschließend noch problemlos verzehrt werden.

Ich möchte Ihnen heute mal zeigen, wie einfach es ist, Mikrowellenkürbisse anzubauen und zu pflegen. Und obendrein verrate ich Ihnen auch noch, wie Sie diesen leckeren Kürbis richtig in der Mikrowelle zubereiten.

Mikrowellenkürbisse anbauen

Den Mikrowellenkürbis müssen Sie, wie anderer Zierkürbis auch, ab März im Keimtöpfchen bei Zimmertemperatur vorziehen. Drücken Sie die Samen dazu einfach circa 2 bis 3 Zentimeter tief in die Erde. Die Keimdauer beträgt dann in etwa zwei Wochen, bevor zarte Pflänzchen aus der Erde sprießen.

Nach den Eisheiligen, ab Mitte Mai, können Sie die Kürbispflänzchen dann ins Freiland pflanzen. Hierbei sollten Sie ein Reihenabstand von circa 50 bis 70 Zentimeter zur nächsten Pflanze einhalten. Des Weiteren müssen Sie bei der Umquartierung der Mikrowellenkürbisse ins Freiland unbedingt beachten, dass die Pflanzen extrem kälteempfindlich sind. Sollten also nochmals kühlere Nächte angesagt werden, sollten Sie über die zarten Pflänzchen ein Gartenvlies ausbreiten.

» Tipp:

Wenn Ihnen das Vorziehen zu mühselig ist, können Sie den Samen auch direkt ab Mitte Mai im Freiland ausbringen. (Linktipp: Kürbis pflanzen – 2 Möglichkeiten)

Was den Standort angeht, so sollten Sie wissen, dass Kürbisse einen sonnigen bis minimal halbschattigen, möglichst windgeschützten Standort lieben. Diesen können Sie vor dem Ausbringen der Samen oder der Pflanzen getrost mit Kompost anreichern, denn Kürbisse lieben einen nährstoffreichen, möglichst humosen Boden!

Mikrowellenkürbisse richtig pflegen

Schnecken bekämpfen:

Noch junge Kürbispflänzchen werden gerne von Schnecken heimgesucht. Deswegen sollten Sie schon im frühen Pflanzstadium den Schnecken schnell den Garaus machen indem Sie z.B. Schneckenkorn ausbringen oder natürliche Schneckenfallen aufstellen.

Gießen:

Des Weiteren weist der gelbfleischige Mikrowellenkürbis einen hohen Wasserbedarf auf, weshalb Sie ihn immer reichlich gießen sollten. Allerdings müssen Sie dabei Staunässe unbedingt vermeiden.

Unkraut bekämpfen:

Während der ersten Zeit können Sie rund um die Kürbispflanzen zudem noch Unkraut hacken.

» Tipp:

Sobald sich die Blätter flächendeckend ausbreiten, sollten Sie lieber Stroh unterlegen, was ein Faulen der Früchte weitgehend verhindert. 

Mikrowellenkürbisse ernten

Die orange-gestreiften Mikrowellenkürbisse werden nicht sehr groß (circa 200 bis 300 Gramm) und können deshalb bereits schon ungefähr 80 Tage nach ihrer Aussaat geerntet werden, sprich von Juli bis September. Beim Ernten sollte jedoch immer etwas Stiel am Kürbis verbleiben, denn das verlängert seine Haltbarkeit. (Linktipp: Kürbis ernten – So wird’s gemacht)

» Tipp:

Die ersten Kürbisse sollten Sie möglichst zeitig ernten, damit sich noch reichlich Früchte pro Stock bilden können.

Mikrowellenkürbis zubereiten

Den Kürbis selbst können Sie nach der Ernte halbieren, die Samen innenseitig herauslöffeln und anschließend circa 5 Minuten in der Mikrowelle garen. Fertig ist die vitaminreiche Kost!

» Tipp:

Möchten Sie den Mikrowellenkürbis lecker verfeinern, dann sollten Sie diesen zum Beispiel mal mit Hackfleisch oder Frischkäse füllen. Sie können das Fruchtfleisch aber auch auf herkömmliche Weise einmachen, zu Chutney verarbeiten, usw.

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Foto1: © Heike Rau - Fotolia.com, Foto2: © DramaSan - Fotolia.com, Foto3: © K.-U. Häßler - Fotolia.com, Foto4: © lakeemotion - Fotolia.com, Foto5: © Heike Rau - Fotolia.com

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