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Paprika haltbar machen – 4 Möglichkeiten vorgestellt

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Die Paprikaernte war ertragreicher als erwartet und nun wissen Sie nicht wohin mit den ganzen Schoten? Kein Problem! Hier 4 Möglichkeiten vorgestellt, wie Sie Paprika haltbar machen können.

Legen Sie Paprika einfach mal ein
Legen Sie Paprika einfach mal ein

Wenn Sie Paprika im Garten anbauen und richtig düngen, dann können Sie in der Regel mit einer reichen Ernte rechnen (Lesetipp: Paprika ernten – Zeitpunkt & Tipps zur Ernte vorgestellt). An sich ist das natürlich eine tolle Sache, denn was gibt es Leckeres als frisch geerntete Paprika aus dem eigenen Garten? Nur leider kann es auch mal vorkommen, dass man mehr Paprika erntet als man essen kann. Da ist es natürlich nützlich, wenn man weiß, wie man die Paprikaschoten weiterverarbeiten und so haltbar machen kann.

Und genau hier ist der Haken: viele wissen leider nicht, wie das geht, und so vergammeln ihnen die schönen Paprikaschoten. Damit Ihnen das nicht passiert, hier 4 verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, wie Sie das Gemüse konservieren können.

So können Sie Paprika haltbar machen

➤ Möglichkeit 1 – Paprikaschoten einlegen:

Durch das Einlegen der Paprikaschoten in Einweckgläser können Sie die Früchte zum Beispiel lange Zeit im Keller aufbewahren. Einlegen sollten Sie die Paprika dabei am besten in Essig. Nachfolgend kurz erklärt, wie das gemacht wird.

Sie brauchen:

  • 5 Einweckgläser (je 1 Liter Fassungsvermögen)
  • 4 Kilogramm Paprikaschoten
  • 4 Liter Wasser
  • 2 Tassen Weißweinessig
  • 15 Knoblauchzehen
  • 25 Pfefferkörner
  • 5 Lorbeerblätter
  • 6 Esslöffel Salz
  • Dill

So wird’s gemacht:

Für die Zubereitung von vier Kilogramm Paprika müssen Sie sechs Esslöffel Salz in vier Liter Wasser auflösen, indem Sie das Wasser kurz zum Kochen bringen. Den Topf dann vom Herd nehmen und zwei Tassen von dem Essig in das Wasser schütten.

Die gewaschenen, entkernten und in dickere Streifen geschnittenen Paprikas auf fünf Einweckgläser verteilen. In die Gläser geben Sie dann jeweils fünf Pfefferkörner, drei halbierte Knoblauchzehen, ein Lorbeerblatt und etwas Dill.

Das mit dem Essig und dem Salz versetzte Wasser nun in die fünf Gläser gießen. Zum Rand sollte dabei etwa ein halber Zentimeter Platz bleiben. Anschließend die Einweckgläser ordentlich verschließen und für zwei Stunden in ein Wasserbad stellen.

Nachdem die Gläser dann ausreichend abgekühlt sind, sollten Sie sie an einem kühlen Platz aufbewahren. Hier müssen die Paprikaschoten dann mindestens zwei Wochen ziehen, bevor Sie sie genießen können.

➤ Möglichkeit 2 – Paprika trocknen:

Paprika trocknenSie können Paprikaschoten nicht nur einlegen, sondern auch trocknen. Das können Sie auf zweierlei Art und Weise machen.

➥ an der Luft trocknen:

In der Sonne sollten Sie die Früchte auf keinen Fall trocknen, denn die UV-Strahlung vernichtet einen großen Teil der Vitamine. Im Schatten können Sie die Schoten auch nur trocknen, wenn es schön warm und luftig ist. Dann einfach mit Hilfe einer Nadel auf einem Bindfaden auffädeln und die Kette draußen aufhängen.

➥ im Backofen trocknen:

Am schnellsten und einfachsten geht es jedoch, wenn Sie zum Trocknen Ihren Backofen benutzen. Dazu die Schoten einfach teilen, die Kerne entfernen und wenn Sie möchten auch noch die Haut abziehen. Die Paprikaschoten dann bei einer Temperatur von 50 Grad im Backofen trocknen und anschließend in Schraubgläsern aufbewahren. So halten sie sich etwa ein halbes Jahr und Sie können sie dann auch mahlen, um sie als Gewürz zu verwenden. Sie können die Schoten aber auch nach dem Trocknen in Öl einlegen und daraus quasi Antipasti machen.

➤ Möglichkeit 3 – Paprika-Chutney selber machen:

Paprika-Chutney selber machenUnter einem Chutney versteht man eine süß-scharfe Marmelade, die besonders gut zu herzhaften Fleischgerichten wie z.B. Grillfleisch passt. Sie kann dabei sowohl aus Früchten als auch aus Gemüse bestehen. Chutneys sind also auch eine tolle Möglichkeit, um Obst zu konservieren. In unserem Fall möchten wir Ihnen jedoch nun einmal zeigen, wie Sie ein ganz einfaches Paprika-Chutney selber machen können.

Sie brauchen:

  • 300 Gramm Zucker
  • 2 Teelöffel Salz
  • 1/2 Teelöffel Chilipulver
  • 4 Esslöffel Tomatenmark
  • 50 Milliliter Rotweinessig
  • 500 Gramm Paprikawürfel
  • 100 Gramm Zwiebelwürfel

So wird’s gemacht:

Schmelzen die den Zucker im Topf und geben Sie die Paprika und Zwiebelwürfel dazu. Alles 10 Minuten köcheln lassen und anschließend die restlichen Zutaten dazugeben. Wieder alles 10 Minuten köcheln lassen und anschließend in Gläser füllen.

Je nachdem, welche Paprikasorte Sie zur Herstellung des Chutneys verwenden, kann es mal etwas süßer, schärfer oder auch herzhafter schmecken.

➤ Möglichkeit 4 – Paprikaschoten einfrieren:

Paprikaschoten einfrierenWenn Sie frische Früchte nicht gleich verarbeiten können, dann können Sie diese natürlich auch einfrieren. Dabei bleibt es Ihnen selbst überlassen, ob Sie die Früchte zerkleinern, oder ob Sie die ganzen Schoten einfrieren. Wichtig ist vorher nur, dass Sie die Schoten gründlich waschen.

Tiefgefrorene Paprikaschoten können Sie in der Regel immer bis zu 10 Monate im Gefrierschrank aufbewahren. Dann müssen Sie jedoch damit rechnen, dass sie nicht mehr so knackig sind, wenn Sie sie auftauen. Auf diese Art und Weise können Sie übrigens fast alle Gemüsesorten und auch Kräuter haltbar machen.


Foto1: © matka_Wariatka - Fotolia.com, Foto2: © M. Schuppich - Fotolia.com, Foto3: © Sea Wave - Fotolia.com, Foto4: © ipsilonek - Fotolia.com

1 KOMMENTAR

  1. nächste Möglichkeit: EINKOCHEN
    Paprika säubern und grob teilen. Etwas Fett in die große Bratpfanne (für Herdplatte) oder in eine Auflaufform bzw. Kuchenblech (für den Ofen). Paprika rein und leicht anbraten lassen, zumindest so lange, bis sie wabbelig ist. Auf der Herdplatte wirst du ausreichend Brühe dabei haben, im Ofen ist es etwas trockener.
    Paprika mit Haut dann in Einkochgläser drücken (oben ca 1,5 rand lassen) und mind. zur Hälfte mit Saft/Wasser auffüllen.Bei 90/100 Grad ca 80 Minuten einkochen.
    Das ist dann mildes (nicht saures !!) Paprika, welches man zu vielerlei Gerichten verwenden kann. Bei der Zubereitung wird es entsprechend mit Salz, Pfeffer, Chilli usw. abgeschmeckt. Ach so, die Haut lässt sich dann ganz leicht rausfischen (sind meist dünne Röllchen).

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