Durch einen Vulkanausbruch entsteht wertvolles Gestein, dass Sie sich im Garten zunutze machen können. Denn Lavamulch hat gleich mehrere Vorteile.

Wenn Sie Ihren Garten nicht nur optisch aufwerten, sondern auch nachhaltig pflegen möchten, ist Lavamulch ein echter Geheimtipp. Das natürliche Material bringt nicht nur Farbe und Struktur in den Garten, sondern sorgt auch dafür, dass Ihre Pflanzen sich richtig wohlfühlen. Lavamulch schützt nämlich den Boden, hält ihn locker und hilft, Feuchtigkeit zu speichern. Außerdem funktioniert er wie eine kleine Klimaanlage. Tagsüber speichert er die Wärme der Sonne und gibt sie nachts wieder ab. So fühlen sich Pflanzen das ganze Jahr über pudelwohl. Und ganz nebenbei sieht die rötlich-graue Gesteinsdecke auch richtig super aus. Wenn Sie Ihren Garten also auf natürliche Weise pflegen und gleichzeitig verschönern möchten, sind Sie mit Lavamulch bestens beraten.

Was ist Lavamulch?

Lavamulch, auch Lavakies genannt, besteht aus zersetztem, porösem Vulkangestein, das durch die Abkühlung von Lava nach einem Vulkanausbruch entsteht. Das Gestein wird zerkleinert, gesiebt und in unterschiedlichen Korngrößen angeboten. Meist zwischen 2 und 32 Millimetern.

Seine charakteristische rötlich-braune bis graue Farbe verleiht jedem Garten eine naturnahe und zugleich edle Optik. Im Gegensatz zu Rindenmulch, Pinienrinde oder Holzschnitzeln verrottet Lavamulch nicht und muss daher nur selten erneuert werden. Darüber hinaus zeichnet sich Lavamulch durch seine hohe Luftdurchlässigkeit aus, was den Wurzeln Ihrer Pflanzen zugutekommt. Das Material speichert tagsüber Wärme und gibt sie nachts wieder ab, wodurch sich ein gleichmäßigeres Mikroklima im Beet einstellt. Dadurch gedeihen sowohl mediterrane Pflanzen als auch robuste Stauden hervorragend.

Ein weiterer Vorteil: Lavamulch ist pH-neutral und enthält keine Schadstoffe. Das heißt, Sie können ihn bedenkenlos auch in empfindlichen Pflanzbereichen verwenden. Viele Gärtner schätzen außerdem die rustikale Optik des Materials, die wunderbar mit Natursteinmauern, Holzelementen oder moderner Gartengestaltung harmoniert.

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Entstehung und Herkunft

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Mehr Informationen

Lavamulch stammt, wie der Name es schon vermuten lässt, aus Regionen mit vulkanischer Tätigkeit. Besonders bekannt sind Vorkommen in der Eifel, in Italien oder auf den Kanarischen Inseln. In Deutschland wird Lavamulch oft aus dem Gebiet rund um den Laacher See in der Vulkaneifel gewonnen. Dort hat vulkanische Aktivität vor Jahrtausenden ein reiches Reservoir an Lavagestein hinterlassen. Das macht Lavamulch zu einem echten Naturprodukt aus heimischen Ressourcen.

Was viele nicht wissen: Die Entstehung dieses Gesteins ist ein faszinierender Prozess. Wenn Lava bei einem Ausbruch an die Erdoberfläche gelangt, kühlt sie rasch ab und erstarrt. Dabei entstehen unzählige kleine Gasblasen, die dem Material seine typische poröse Struktur verleihen. Diese Poren sind es, die später im Garten dafür sorgen, dass Wasser gespeichert und die Luft zirkuliert werden kann. Je nach Herkunftsregion unterscheiden sich Farbe, Dichte und Mineralgehalt des Lavamulchs leicht. Ein Grund, warum es verschiedene Nuancen von Rot über Grau bis fast Schwarz gibt.

Eigenschaften und Wirkung von Lavamulch

Lavamulch ist nicht nur optisch ein Highlight, sondern bringt auch viele praktische Vorteile mit sich:

  • Wasserspeicher & Drainage: Die poröse Struktur nimmt Regenwasser auf und gibt es langsam wieder an den Boden ab. So bleibt die Erde feucht, ohne zu vernässen. Während Rindenmulch oft Feuchtigkeit entzieht, speichert Lavamulch sie gleichmäßig.
  • Temperaturregulierung: An heißen Sommertagen verhindert Lavamulch ein zu schnelles Austrocknen. Darüber hinaus sorgt die dunkle Farbe des Lavamulchs dafür, dass Sonnenstrahlen besser gespeichert werden und der Boden länger warm bleibt. Das wirkt sich besonders positiv auf wärmeliebende Pflanzen wie Lavendel, Rosmarin oder Thymian aus.
  • Unkrauthemmung: Eine ausreichend dicke Schicht unterdrückt das Wachstum unerwünschter Beikräuter.
  • Bodengesundheit: Das Gestein ist mineralisch und gibt Spurenelemente wie Eisen, Magnesium oder Kalium an den Boden ab. Ein Plus für viele Pflanzen. Seine raue Oberfläche bietet zudem kleinen Bodenlebewesen wie Regenwürmern einen idealen Lebensraum, was langfristig die Bodenstruktur verbessert.
  • Langlebigkeit: Selbst bei starkem Regen oder Wind bleibt der Lavamulch an Ort und Stelle und wird nicht weggeweht. Im Gegensatz zu organischen Mulcharten verrottet Lavamulch auch nicht, was ihn äußerst pflegeleicht macht.

Wofür verwendet man Lavamulch?

Lavamulch
Lavamulch unterdrückt Unkraut und speichert Wasser und Wärme – © Александр Беспалый / stock.adobe.com

Egal ob Sie Beete abdecken, Wege gestalten, Pflanzkübel verschönern oder einfach den Pflegeaufwand verringern möchten: Lavamulch ist ein echter Allrounder, denn Sie für all diese Zwecke einsetzen können.

Bodenabdeckung und Unkrautschutz:

Eine der häufigsten Anwendungen von Lavamulch ist die Abdeckung von Beeten, Wegen und Pflanzflächen. Die poröse Struktur sorgt dafür, dass Wasser zwar durchdringt, aber Sonnenlicht weitgehend abgehalten wird. Dadurch wird das Wachstum von Unkraut effektiv unterdrückt, ohne dass der Boden „erstickt“. Gleichzeitig bleibt der Boden unter der Mulchschicht länger feucht, was gerade in heißen Sommermonaten den Gießaufwand erheblich reduziert.

Klimatischer Bodenschutz:

Lavamulch wirkt temperaturausgleichend: Im Sommer schützt er den Boden vor zu starker Aufheizung, im Winter dient er als natürlicher Kältepuffer. Die Gesteinsschicht speichert tagsüber Wärme und gibt sie nachts langsam wieder ab – ein Effekt, der vor allem für empfindliche Stauden, Rosen oder mediterrane Pflanzen wie Lavendel oder Salbei vorteilhaft ist.

Bodenverbesserung und Drainage:

Durch seine poröse Struktur fördert Lavamulch die Bodenbelüftung und wirkt wie eine natürliche Drainageschicht. Besonders in schweren Böden verbessert er die Durchlässigkeit und verhindert Staunässe. Gleichzeitig speichert er Feuchtigkeit in seinen Poren und gibt sie bei Trockenheit wieder ab. Viele Gärtner mischen Lavamulch oder feineres Lavagranulat direkt in den Boden ein, um die Bodenstruktur dauerhaft zu verbessern.

Gestaltungselement und Dekoration:

Optisch ist Lavamulch ebenfalls attraktiv: Er wird in verschiedenen Farbnuancen angeboten – von dunkelgrau über rotbraun bis hin zu fast schwarzem Lavagestein. Damit eignet er sich hervorragend zur ästhetischen Gestaltung von Beeten, Wegen, Gabionen oder Zierflächen. Gerade im Zusammenspiel mit grünen Pflanzen, Ziergräsern oder hellen Steinen entsteht ein reizvoller Kontrast, der modernen Gärten Struktur und Tiefe verleiht.

Einsatz im Steingarten und bei Trockenpflanzen:

In Steingärten, Kräuterspiralen und Anlagen mit trockenheitsliebenden Pflanzen (z.B. Sedum, Thymian, Hauswurz) ist Lavamulch ideal. Er hält die Wurzeln trocken, verhindert Wurzelfäule und simuliert die natürlichen Bedingungen vieler mediterraner und alpiner Pflanzen. Durch die gute Wasserdurchlässigkeit bleibt der Boden luftig und Regenwasser kann trotzdem problemlos versickern.

Nutzung auf Wegen und Zufahrten:

Lavamulch eignet sich auch für Gehwege, Einfahrten oder Sitzbereiche im Garten. Da das Material formstabil ist, verdichtet es sich nicht und lässt Regenwasser leicht abfließen. Gleichzeitig entsteht eine angenehm federnde, trittsichere Oberfläche, die auch nach Regenfällen nicht matschig wird.

Hangbefestigung:

Im professionellen Garten- und Landschaftsbau wird Lavamulch außerdem häufig zur Hangbefestigung eingesetzt, da er das Abrutschen der Erde verhindert.

Wie bringt man Lavamulch richtig aus?

Lavamulch
Eine Rasenkante sorgt für weniger Arbeit beim Rasenmähen – © Smole / stock.adobe.com

Damit Lavamulch seine volle Wirkung entfalten kann, sollten Sie beim Ausbringen einige wichtige Schritte beachten. Planen Sie am besten etwas Zeit ein, um sorgfältig vorzugehen, dann haben Sie über Jahre hinweg Freude an Ihrem gepflegten Garten:

Schritt 1 – Boden vorbereiten:

Entfernen Sie zunächst gründlich sämtliches Unkraut, alte Pflanzenreste und größere Steine. Lockern Sie die Erde anschließend mit einer Harke auf, damit sich der Lavamulch gut mit dem Boden verbindet. Wenn Sie besonders gründlich arbeiten möchten, können Sie Unkrautvlies unterlegen. So sparen Sie sich später lästiges Jäten.

Schritt 2 – Schichtdicke:

Für normale Beete reichen in der Regel 5 bis 8 Zentimeter, bei stark beanspruchten Flächen, Wegen oder um große Sträucher dürfen es ruhig 10 bis 12 Zentimeter sein. Eine etwas dickere Schicht sorgt nicht nur für besseren Unkrautschutz, sondern auch für eine gleichmäßigere Temperaturregulierung. Achten Sie aber darauf, dass empfindliche Pflanzenwurzeln nicht vollständig bedeckt werden, damit sie weiter atmen können.

Schritt 3 – Verteilen:

Streuen Sie den Lavamulch gleichmäßig mit einer Schaufel oder Harke aus. Arbeiten Sie sich dabei von hinten nach vorne durch das Beet, um Ihre frisch abgedeckten Flächen nicht wieder zu betreten. Bei größeren Arealen können Sie einen Rechen verwenden, um eine gleichmäßige Oberfläche zu erzielen.

Schritt 4 – Pflege:

Einmal ausgebracht, benötigt Lavamulch kaum Pflege. Nur gelegentlich sollten Sie die Schicht etwas auflockern oder auffrischen, wenn sich die Steine durch Regen und Witterung gesetzt haben. Nach ein bis zwei Jahren kann es sinnvoll sein, einige Liter nachzufüllen, um wieder die optimale Dicke zu erreichen. Entfernen Sie hin und wieder Laub oder kleine Pflanzenreste, die sich ablagern, damit die Drainagefunktion erhalten bleibt. Wenn Sie diese kleinen Handgriffe beherzigen, bleibt Ihr Lavamulchbeet dauerhaft schön, sauber und funktional.

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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