Wussten Sie, dass es die Strelitzie nicht nur mit orangen, sondern auch cremefarbenen Blüten gibt? Diese Pflanzen nennt man Baumstrelitzie. Erfahren Sie hier mehr über diese Pflanze.

Baumstrelitzie (Strelitzia nicolai)
Die Blüten der Baumstrelitzie sind cremefarben – © mspoli / stock.adobe.com

Strelitzien, auch Paradiesvogelblumen genannt, bringen exotischen Charme ins eigene Zuhause und eignen sich besonders für die Begrünung von Wintergärten und größeren Wohnräumen. Bei der imposanten Baumstrelitzie (Strelitzia nicolai) fällt zunächst das an Bananenblättern erinnernde Grün ins Auge. Bis zur Blüte müssen sich Pflanzenfreunde nämlich einige Jahre gedulden. Am passenden Standort kann die Baumstrelitzie jedoch ganzjährig mit ihren eindrucksvollen Blüten überzeugen.

Herkunft

Die Baumstrelitzie gehört zur Familie der Strelitziengewächse. Beheimatet ist Strelitzia nicolai in Südafrika. Natürliche Vorkommen sind auch auf den Kanaren, auf den Azoren oder auf Madeira zu finden. Der Namenszusatz „nicolai“ stellt die Verbindung zu Zar Nikolaus I. her und entstand, als im Jahre 1858 eine Baumstrelitzie im Sommergarten des Zaren in Sankt Petersburg zum Blühen kam.

Kurzer Steckbrief zur Baumstrelitzie

Baumstrelitzie (Strelitzia nicolai)
Wuchsbreite: 100 cm – 300 cm
Wuchshöhe: 200 cm – 500 cm
Blütezeit: Juni – August
Standort: sonnig
Boden: Kübelpflanzenerde, lehmig, sandig
Vermehrung: durch Samen oder Teilung
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Den passenden Standort finden

Die tropischen Pflanzen sehnen sich nach einem Sonnenplatz. Dieser muss sich jedoch nicht auf das nach Süden ausgerichtete Blumenfenster beschränken. Den Sommer kann die Pflanze auch an einem sonnigen, aber geschützten Standort auf Balkon oder Terrasse verbringen. Ein vollsonniger Standplatz fördert jedoch die Blühfreude.

Die Kübelpflanzen fühlen sich ganzjährig im Wintergarten wohl und es spricht auch nichts gegen eine durchgehende Kultivierung als Zimmerpflanze, wenn kein Standplatz im Freien vorhanden ist oder sich der Sommer in unseren Breiten wieder einmal als zu kühl und nass herausstellt.

Das ideale Substrat auswählen

Als Substrat ist Kübelpflanzenerde mit hoher Nährstoffkonzentration geeignet. Ein ausgewogener Anteil an Lehm und Sand ist zudem von Vorteil.

Die Pflanzen vertragen keine Staunässe. Bei der Kübelhaltung ist die Gefahr groß, dass die Flüssigkeit nicht schnell genug abfließt und sich im Pflanztopf oder im Untersetzer staut. Eine Drainageschicht aus Kies, Splitt oder Blähton verbessert die Abflusseigenschaften des Gießwassers und verhindert effektiv Staunässe.

So wird die Baumstrelitzie richtig gepflegt

Baumstrelitzie (Strelitzia nicolai)
Die Baumstrelitzie kann bis zu 500 cm hoch werden – © 2ragon / stock.adobe.com

❍ Strelitzia nicolai gießen:

An warmen Tagen trocknet die Erde im Kübel schnell aus. Dann sollte die Baumstrelitzie regelmäßig gegossen werden. Ist es weniger heiß, ist der Flüssigkeitsbedarf geringer und der Boden darf antrocknen, bevor Sie erneut zur Gießkanne greifen.

Tipp:
Überschüssiges Gießwasser sammelt sich im Untersetzer und sollte wenige Minuten nach der Bewässerung entfernt werden. Denn tritt Staunässe auf, fangen die Wurzeln an zu faulen.

❍ Strelitzia nicolai düngen:

Während der Wachstumsphase darf die Baumstrelitzie gedüngt werden. Geben Sie daher zwischen April und Oktober etwas Flüssigdünger direkt ins Gießwasser.

❍ Strelitzia nicolai umtopfen:

Ein regelmäßiges Umtopfen ist weder notwendig noch ratsam. Erst, wenn das Pflanzgefäß deutlich zu klein geworden ist und die Wurzeln sichtbar werden, ist es Zeit für ein neues, möglichst um einiges größeres Pflanzgefäß.

Der beste Zeitpunkt für die Umpflanzaktion ist das zeitige Frühjahr. Gehen Sie dabei vorsichtig zu Werke und beschädigen Sie die Wurzeln nicht.

❍ Strelitzia nicolai schneiden:

Schnittmaßnahmen sind bei dieser recht unkomplizierten Zierpflanze nicht notwendig. Um das Wachstum zu fördern und die Optik der Pflanzen zu erhalten, können Sie aber abgestorbene oder welke Blätter regelmäßig entfernen.

❍ Krankheiten und Schädlinge bekämpfen:

Die robusten Pflanzen können durch einen falschen Standort von Schädlingen angegriffen werden. So lockt zu trockene Luft zum Beispiel Schildläuse oder Spinnmilben an. Diese können Sie zum Beispiel mit Wasser abspülen.

❍ Strelitzia nicolai überwintern:

Für die Überwinterung sollten Sie einen hellen Standort auswählen. Die Temperatur sollte um 14 Grad betragen. Gegossen werden die Pflanzen im Winter nur sporadisch.

So lässt sich die Baumstrelitzie vermehren

Erfolg verspricht die vegetative Vermehrung durch Teilung. Der beste Zeitpunkt dafür sind die Monate April und Mai. Die Teilung sollte dabei immer in Verbindung mit der geplanten Umpflanzung erfolgen und lässt sich ohnehin nur bei älteren und ausreichend großen Exemplaren durchführen.

Bei der Teilung sollten Sie wie folgt vorgehen:

  1. Pflanze aus dem Pflanzgefäß nehmen.
  2. Substrat entfernen und Wurzelballen kontrollieren.
  3. Pflanze mit einem scharfen Messer oder Spaten teilen.
  4. Wurzelstöcke in separate Pflanztöpfe setzen.
  5. Frisches Substrat einfüllen.
  6. Pflanzen wie gewohnt kultivieren.

Eine Anzucht durch Samen ist nicht unmöglich, gestaltet sich allerdings weit langwieriger und verspricht bedeutend weniger Erfolg. Wer es dennoch einmal ausprobieren möchte, erhält hier Samen:

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Gartentipp des Tages!

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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