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Die Astilbe – Eine Pflanze die im Schatten gedeiht

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Die Astilbe (auch Prachtspiere genannt) ist eine perfekte Pflanze für schattige Plätzchen. Allerdings gedeiht sie dort auch nur mit der richtigen Pflege prächtig.

Astilbe Garten Schattenpflanze
Die Astilbe wird auch Prachtspiere genannt

Es ist nicht immer einfach Pflanzen zu finden, die im Schatten gedeihen. Vor allem Pflanzen, die auch noch durch hübsche Blüten überzeugen. Eine ist aber in fast jedem Garten zu finden und dort auch sehr beliebt: die Astilbe. Dabei handelt es sich um eine Pflanze aus Ostasien, die mit mehrfach untergliederten Laubblättern daher kommt und deren Blütenstände etwas an Federn erinnern. Das sieht wirklich sehr außergewöhnlich aus. Vor allem, weil die Astilbe nicht nur in weiß blüht, sondern auch in rot, rosa und violett.

Doch nicht nur wegen ihres Aussehens wird die Astilbe gerne in den Garten gepflanzt. Sondern auch aufgrund der Tatsache, dass sie dort gedeiht, wo es anderen Pflanzen schlicht und einfach zu dunkel, kalt und feucht ist. Wenn Sie also viele schattige Plätzchen im Garten haben, ist die Astilbe genau das Richtige für Sie. Allerdings müssen Sie schon einiges tun, damit die Pflanze auch prächtig gedeiht.

Wann blühen Astilben?

Astilben sind mehrjährige Staudenpflanzen. Die ersten blühen bereits im Juni/Juli. Andere erst im August und September. Wenn Sie Astilben kaufen, dann achten Sie also immer auf die Blütezeit. Denn wenn Sie die Sorten gekonnt aussuchen, können Sie sich den ganzen Sommer über an einem Blütenmeer erfreuen. Astilben kommen eh in kleinen Gruppen am besten zur Geltung. Einzeln gehen sie vor allem neben größeren Nachbarn optisch unter.

Wo gedeihen Astilben am besten?

Wie Sie schon erfahren haben, mögen es Astilben dunkel und feucht. Der beste Platz für die Pflanzen ist also ein Schattenplatz. Er darf aber auch halbschattig sein. Zudem sollte die Erde am Standort immer schön feucht sein, denn Trockenheit mögen die Astilben überhaupt nicht. Ist der Boden in Ihrem Garten sand- oder kalkhaltig, können Sie trotzdem Astilben pflanzen. Es gibt schließlich einen Trick, wie Sie den Boden für die Astilben perfekt vorbereiten können:

Geben Sie ein Gefäß, beispielsweise einen großen Blumentopf mit Wasserabflußloch, in die Erde. Füllen Sie unten eine Schicht aus Kies als Dränage ein. Danach müssen Sie Pflanzenerde für Rhododendren oder Kompost einfüllen und die Pflanzen einsetzen. Anschließend immer kräftig gießen und schon gedeihen die wunderschönen Blumen auch in sand- oder kalkhaltigen Böden.

So pflanzen Sie Astilben richtig

Astilben können Sie im Frühjahr oder auch im Herbst pflanzen. Wichtig dabei ist nur, dass Sie sie tief genug pflanzen, denn mit der Zeit drücken sich die Wurzelballen nach oben. Außerdem müssen Sie auf einen ausreichend großen Pflanzabstand achten. Bei Zwergsorten ist ein Abstand von ca. 20 Zentimeter empfehlenswert, bei größeren Pflanzen ein Abstand von ca. 40 cm.

Astilben richtig pflegen

Gießen:

Astilben müssen Sie in der Regel nicht gießen. Herrschen jedoch Trockenperioden, müssen Sie sogar zur Gießkanne greifen. Überprüfen Sie also regelmäßig den Zustand des Bodens. Ist er sehr trocken, dann gießen Sie die Astilbe reichlich. Das gilt übrigens nicht nur für frisch gepflanzte Astilben. Auch ältere Pflanzen brauchen bei längeren Trockenperioden reichlich Wasser. Zum Gießen empfiehlt sich übrigens Regenwasser, da Astilben empfindlich auf Kalk reagieren.

Kleiner Tipp:

Damit der Boden nicht so schnell austrocknet, bringen Sie rund um die Astilben einfach etwas Mulch aus. Das vermindert gleichzeitig auch den Unkrautwuchs. Lesetipp: Rindenmulch ausbringen – So wird’s gemacht.

Düngen:

Wir empfehlen Ihnen die Astilben zwei Mal im Jahr zu düngen. Einmal im Frühjahr (Anfang April) und einmal im Herbst (nach der Vegetationszeit). Hierbei empfiehlt es sich immer auf Kompost zurückzugreifen, da es die Pflanzen bestmöglich mit Nährstoffen versorgt. Außerdem hält der Kompost den Boden auch schön feucht. Wer nicht mit Kompost arbeiten möchte, kann auch Langzeitdünger ausbringen.

Schneiden:

Astilben müssen in der Regel nicht geschnitten werden. Nicht einmal, wenn die Pflanzen verblüht sind. Ganz im Gegenteil: lassen Sie die verblühten Samenstände der Stauden ruhig stehen. Sie verfärben sich im Herbst bronzefarben bis bräunlich und sehen wirklich sehr schön aus. Im Frühjahr können Sie sie dann abschneiden, um Platz für die neuen Blüten zu schaffen.

Überwintern:

Astilben sind winterhart. Sie müssen also keine besonderen Maßnahmen in der kalten Jahreszeit ergreifen. Dennoch ist es empfehlenswert die Pflanzen mit etwas Reisig abzudecken, um die Wurzeln vor einem zu starken Winter zu schützen.

Haben Sie die Astilbe in einen Kübel gepflanzt, können Sie den Kübel einfach ins Haus holen und in einen frostfreien Raum stellen. Sie können ihn aber auch im Garten stehen lassen. Dann ist es jedoch empfehlenswert, den Kübel mit etwas Noppenfolie zu umwickeln und die Pflanze mit Reisig abzudecken.


Foto1: © elen31 - Fotolia.com

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