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Purpur-Liebesgras – ein Süßgras für das Sonnenbeet

Viele Süßgräser, darunter auch zahlreiche Liebesgräser, sind als Pflichtbepflanzung für den Uferbereich unabdingbar. Nicht so das Purpur-Liebesgras (Eragrostis spectabilis). Es steht am liebsten trocken und ist deshalb ideal für Gartenkonzepte geeignet, die ohne viel Wasser auskommen sollen.

Purpur Liebesgras
© 7monarda / stock.adobe.com
Wie der Name bereits vermuten lässt, zeichnet sich das Purpur-Liebesgras durch kräftig pupur-rote Blütenrispen aus. Diese erinnern bei Liebesgräsern stark an Geitreideähren, wobei die rote Blütenfäbrung von Eragrostis spectabilis einen ganz besonderen Zierwert hat. Das Süßgras kann während seiner Blütezeit von August bis Oktober ganze Beetflächen in ein malerisches, rosarotes Blütenmeer verwandeln. Die filigranen Blütenstände wirken dabei aus der Ferne wie ein sanfter purpurner Flaum, der sich schmückend über das Beet legt. Neben dem hohen Zierwert seiner roten Blütenwolken ist Purpur-Liebesgras zudem auch recht pflegeleicht und kommt mit relativ wenig Wasser aus.

Purpur-Liebesgras im Garten

Eragrostis spectabilis stammt ursprünglich aus den Prärie Regionen Amerikas. Das Verbreitungsgebiet reicht von Ost-Kanada über die USA bis nach Mexiko, wo das Süßgras trockene und sonnige Standorte bevorzugt. Aus diesem Grund findet man Purpur-Liebesgras häufig als natürliche Bepflanzung für Trocken- und Sonnengärten wie den

Heidegarten
Kakteengarten
• Präriegarten
• Ranchgarten
Steingarten
• Sukkulentengarten
• Wüstengarten.
Auch im Japanischen Garten, wo karge Bepflanzung und schlichte Schönheit regieren, wird Purpur-Liebesgras gerne als farblicher Akzent zum eher unscheinbaren Japanischen Liebesgras gepflanzt. Ein guter Tipp ist Eragrostis spectabilis außerdem für Kies- und Schotterflächen, etwa unter Fenstern oder auf Halden.

Purpur-Liebesgras (Eragrostis spectabilis)
Wuchs: bogig, ausladend, horstig
Wuchshöhe: 40 – 60 cm
Wuchsbreite: 40 – 50 cm
Besonderheit: braune Blütenstände im Herbst
Standort: Sonne
Boden: trocken bis frisch, durchlässig, lehmig-sandig
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Im Blumen- oder Staudengarten kann man Purpur-Liebesgras im Übrigen ebenfalls sehr gut pflanzen. Nicht nur, dass seine lockeren Horste schöne Kontraste zu Blumen- und Prachtstauden schaffen. Die blühenden Rispen des Liebesgrases werden darüber hinaus auch gerne als dekoratives Schnittgrün in Blumensträußen und Blumengestecken genutzt. Gute Pflanznachbarn in Blumenbeeten und Rabatten sind dabei Patagonisches Eisenkraut, Rosa Prachtkerzen und Herbst-Storchschnabel und Salbei. Sie blühen ebenfalls in ziervollen Rosa- und Rottönen, was im Beet für farblich stimmige Arrangements sorgt.

Wissenswertes:
Purpur-Liebesgras ist eng mit Hirse verwandt. Der Sammelbegriff beschreibt eine Reihe von Süßgräsern, die als Getreide genutzt werden, darunter auch die zwei Liebesgräser Teff (Eragrostis tef) und Behaartes Liebesgras (Eragrostis pilosa). Beide Arten sind in Afrika beheimatet und wie das Purpur-Liebesgras sehr trockenheitsliebend. Zu dritt geben die Liebesgräser ein schönes Trio für den Trocken- oder Sonnengarten ab.

Purpur-Liebesgras – Standort und Pflanzung

Wie bereits erwähnt, sollte der Standort für Purpur-Liebesgras sonnig und trocken sein. Es bieten sich deshalb vor allem lichte Sonnenbeete, Trockenbeete und sonnige Freiflächen für eine Pflanzung an. Trotz der großen Liebe zur Sonne ist Eragrostis spectabilis aber sehr gut winterhart und verträgt Temperaturen bis -23 °C. Ein spezieller Winterschutz wird daher nicht benötigt. Lediglich eine frostfreie Periode von 14 Wochen wird jährlich benötigt, was hierzulande aber kein Problem ist.

Der passende Boden-pH-Wert für Purpur-Liebesgras liegt im sauren bis neutralen Bereich zwischen 4 und 7,5. Dabei ist der optimale Boden für Eragrostis spectabilis gut durchlässig und entweder kiesig-lehmig, sandig-lehmig oder sandig-tonig. Das Substrat sollte nach Möglichkeit mager, jedoch einigermaßen nährstoff- und humusreich sein. Schlecht vertragen werden dagegen kalkhaltige, salzhaltige und sauerstoffarme Böden.

➔ Purpur-Liebesgras pflanzen – Anleitung Schritt für Schritt

  • 1. Schritt: Die beste Pflanzzeit für Purpur-Liebesgras ist der Spätfrühling. Stellen Sie sicher, dass keine Spätfröste mehr drohen und pflanzen Sie am besten erst nach den Eisheiligen.
  • 2. Schritt: Das Bodensubstrat für Eragrostis spectabilis muss locker und durchlässig sein. Um einen guten Wasserablauf zu garantierten, ist daher eine Kiesdrainage sinnvoll. Reichern Sie auch das Substrat mit Kies und / oder Sand an. Das ermöglicht einen guten Luftaustausch im Boden.
  • 3. Schritt: Heben Sie ein Pflanzloch aus, das 1 ½ mal so groß wie der Wurzelballen ist. Die Oberbodendicke muss nach dem Einpflanzen mindestens 10 cm betragen. Außerdem ist ein Pflanzabstand von ca. 40 bis 50 cm zu Nachbarpflanzen wichtig. Denn die Horste des Purpur-Liebesgrases wachsen sehr ausladend. Besonders schön zur Geltung kommen Gruppenpflanzungen zu je 3 bis 5 Pflanzen.

Purpur-Liebesgras – gießen und düngen

Bei optimalen Standortbedingungen benötigt Purpur-Liebesgras relativ wenig Pflege. Das Süßgras kommt herkunftsbedingt unwahrscheinlich gut mit zeitweise trockenen Böden zurecht, weshalb eine manuelle Bewässerung eher selten notwendig ist.

Auch auf zusätzliche Nährstoffgaben können Sie bei Eragrostis spectabilis im Grunde verzichten. Sinnvoll ist aber die Ausbringung einer Mulchschicht im Wurzelbereich. Sie schützt den Boden gerade im Sommer vor übermäßiger Verdunstung und hält außerdem Unkraut zuverlässig von der Pflanze fern.

Purpur-Liebesgras – schneiden und vermehren

Der wissenschaftliche Name von Eragrostis spectabilis bedeutet übersetzt eigentlich Ansehnliches Liebesgras. Er nimmt Bezug auf die weichen Blütenwolken, die sich wegen ihrer Leichtigkeit malerisch im Wind wiegen. Ihren volkstümlichen Namen erhielten Liebesgräser einerseits ebenfalls wegen ihrer Liebreiz versprühenden ziervollen Blüten, andererseits wird Liebesgras auch sehr gerne als Schnittpflanze für blumige Liebesbekundungen verwendet.

Insbesondere das Purpur-Liebesgras ist zu romantischen Anlässen – wie Valentinstag oder Jahrestagen – in zahlreichen Blumensträußen zu finden. Zudem wirkt das Süßgras in Vasen äußerst dekorativ, weshalb Sie während der Blüte einzelne Exemplare zur Dekoration entnehmen können.

Der alljährliche Rückschnitt erfolgt an Purpur-Liebesgras direkt nach der Blüte. Das beugt nicht nur Pflanzenkrankheiten durch welke Pflanzenteile, sondern auch einer unkontrollierten Vermehrung der Pflanze vor. Die Ähren des Süßgrases bilden während der Fruchtreife zahlreiche kleine Körner (sog. Karyopsen) aus, die sich wie bei Getreide rasch durch den Wind vermehren. Um das zu verhindern, müssen die Ährenstände rechtzeitig eingekürzt werden.

➔ Vermehrung durch Aussaat

Um Purpur-Liebesgras kontrolliert auszusäen, reicht es aus, ein paar Ährendstände ausreifen zu lassen. Nach der Fruchtreife können Sie diese einfach absammeln und an der gewünschten Stelle im Garten aussäen. Das Saatgut gedeiht meist ohne Zutun des Gärtners schnell und prächtig.

➔ Vermehrung durch Wurzelteilung

Die Teilung der Pflanze dient bei Eragrostis spectabilis nicht nur der Vermehrung. Ebenso lassen sich hierdurch ältere Horste wunderbar verjüngen. Graben Sie das Liebesgras im Frühjahr vor dem Neuaustrieb aus und teilen Sie den Horst mit einem Spaten in zwei gleich große Teile. Die Teilstücke können danach direkt zurück ins Beet verpflanzt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Purpur-Liebesgras ist äußerst robust. Besondere Krankheiten oder Schädlinge an der Pflanze sind nicht bekannt. Allerdings kann Staunässe leicht zur Wurzelfäule führen. Halten Sie daher die trockenen Standortbedingungen nach Möglichkeit aufrecht und übergießen Sie die das Liebesgras nicht.

Foto1: Eragrostis spectabilis

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