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Holunder: Anbau, Pflege und Rezept für Holunderblütensirup

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Seit das Getränk „Hugo“ boomt, wollen wieder viele selber Holunder anbauen. Hier deshalb Hinweise zu Anbau und Pflege und auch ein Rezept für Holunderblütensirup.

Holunder ist mehr als nur ein Strauch
Holunder ist mehr als nur ein Strauch

Alljährlich zwischen Mai und Juni erblühen an den bis zu 7 Meter hochwachsenden Holundersträuchern weiß-gelbliche Holunderdolden. Diese Dolden können zu allerlei Leckereien verarbeitet werden, allerdings bilden sich bei einer Ernte der Dolden an dieser Stelle des Strauches im September dann keine vitaminreichen Holunderbeeren mehr. Wenn Sie allerdings mehrere Holunderblütensträucher zuhause haben, dann dürfte das ja kein Problem sein.

Damit Ihr Holunder prächtig gedeiht und Sie viele Beeren und auch Blüten ernten können, haben wir hier wichtige Pflegehinweise für den Holunder zusammengestellt. Und ein Rezept für die Herstellung von Holunderblütensirup finden Sie hier auch.

Holunderstrauch pflanzen

Holunderblüten profitieren eindeutig von wärmenden Sonnenstrahlen, weshalb Sie den Holunderstrauch an einen möglichst sonnigen, minimal halbschattigen Standort einpflanzen sollten. Er gedeiht aber auch im Schatten. Darüber hinaus stellt er an die Bodenbeschaffenheit keinerlei Ansprüche, jedoch werden Lehmböden seinerseits eindeutig bevorzugt. Zudem wächst der Holunder am liebsten in der Nähe von Gebäuden, Mauerwerken oder an dichtem Zaunwerk empor.

Achtung:

Der Holunder breitet sich schnell in Höhe und Breite aus wodurch andere Pflanzen in seiner Nähe oftmals nur noch mäßig gedeihen können.

Pflege des Holunder

➤ Düngen:

Der robuste Holunder benötigt kaum einmal eine Düngung. Die Blüte fällt im kommenden Jahr jedoch noch üppiger aus, wenn Sie im Herbst rund um den Pflanzenstamm etwas Kompost einarbeiten.

➤ Rückschnitt:

HolunderblütenDes Weiteren müssen Sie auch regelmäßig einen Formschnitt vornehmen und den Holunderstamm zurückschneiden. Allerdings mag es der Holunder nicht so gerne, wenn er dabei zu stark zurückgeschnitten wird, weshalb Sie diese Arbeit lieber in mehreren Abschnitten (aufs Jahr verteilt) durchführen sollten.

Übrigens:

Wenn Sie einen Holunderstrauch mal fällen, treiben meist schon nach kurzer Zeit an Ort und Stelle wieder neue Triebe aus. Deswegen müssen Sie bei einem notwendigen Entfernen immer die ganze Wurzel aus dem Erdreich ausheben.

Wirksamkeit von Holunder

Holunderblüten sind über Jahrzehnte hinweg als natürliches Allheilmittel berühmt geworden. So eignet sich ein daraus hergestellter Blütentee beispielsweise zur Stärkung des Immunsystems. Holundertee wirkt zudem auch entgiftend und entschlackend, weshalb er gerne auch bei Diäten eingesetzt wird. Sie können Ihn aber auch bei Erkältungskrankheiten und Fieber trinken.

Holunderblütensirup herstellen

HolunderblütensirupWenn Sie aus den Holunderblüten einen Sirup herstellen, können Sie durch die Beimischung von Mineralwasser aber auch ein äußerst wohlschmeckendes und erfrischendes Getränk für die Sommermonate mixen. Geben Sie obendrein noch etwas Sekt dazu, dann ergibt sich daraus das Kultgetränk „Hugo“. Also machen Sie sich ruhig mal an die Arbeit und stellen Sie Ihren eigenen Holunderblütensirup her. Das ist übrigens auch ein tolles selbstgemachtes Geschenk aus dem Garten. So wird’s gemacht:

  1. 25 aufgeblühte Blütendolden waschen.
  2. Zwei unbehandelte Zitronen in feine Scheiben schneiden.
  3. Zitronenscheiben und Blütendolden anschließend in 3 Liter Wasser einlegen. Das Ganze nun circa 36 Stunden ziehen lassen.
  4. Anschließend abgießen und das Holunderwasser mit 2 Kilogramm Zucker aufkochen.
  5. Sirup noch warm in saubere (ausgekochte) Glasflaschen einfüllen und diese gut verschließen. Der Sirup ist nun bis zu 6 Monate haltbar, wenn Sie ihn an einem kühlen Platz aufbewahren.

Foto1: © Hellen Sergeyeva - Fotolia.com, Foto2: © Andrea Wilhelm - Fotolia.com, Foto3: © fotoknips - Fotolia.com

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