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Großputz im Garten – was vor dem Winter noch zu tun ist

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Die Witterung richtet im Garten so manchen Schaden an. Hier erfahren Sie, wie Sie Gartenutensilien wieder auf Vordermann bringen und sauber verstauen.

Großputz im Garten
© Andrea – Fotolia.com
Wenn die Haupt-Gartensaison sich so langsam dem Ende neigt, werden Gartengeräte und Co. ordentlich verstaut, damit sie im kommenden Jahr wieder einsatzbereit zur Verfügung stehen. Erst jetzt fällt auf, dass so manches Utensil im Laufe des Frühjahrs und Sommers unansehnlich geworden ist. Bedingt durch den Einfluss von Regen, Wind und Sonne, setzen sich Schmutz, Grünspan und auch Rost überall dort ab, wo sie der Hobbygärtner überhaupt nicht gebrauchen kann.

Damit Sie zu Beginn der neuen Gartensaison keine böse Überraschung erleben, muss Hand angelegt werden. Starten Sie eine Putzaktion im Garten – der beste Zeitpunkt dafür ist Anfang September, weil die meisten Gartengeräte dann nicht mehr gebraucht werden und auch die jahreszeitliche Deko in „ihr Winterquartier zieht“.

Rost auf Gartenwerkzeug entfernen

Gartengeräte Rost
© pure-life-pictures – Fotolia.com
Spaten, Hacke und Harke gehören zur Grundausstattung im Garten. Ich weiß nicht, wie pfleglich Sie mit Ihrem Gartenwerkzeug umgehen, ich persönlich befreie die Werkzeuge nach dem Einsatz lediglich von klebender Erde und stelle sie dann an ihren gewohnten Platz. Durch die Feuchtigkeit im Boden kommt es vor, dass sich Rost an den Metallteilen absetzt. Wer jetzt nicht handelt, kann davon ausgehen, dass die Gartengeräte im neuen Jahr nicht mehr nutzbar sind. Es gilt also, den Rost so gut es geht zu entfernen.

Rost auf Gartengeräten mit Essig entfernen

Essig ist nicht nur beim Hausputz eine wahre Wunderwaffe, er hilft auch, den Rost auf Gartengeräten wieder loszuwerden. Geben Sie etwas Essig auf einen Lappen und reiben Sie die Roststellen damit ein. Lassen Sie den Essig nun mindestens eine halbe Stunde einweichen (bei großen betroffenen Flächen auch über Nacht), spülen Sie alles mit klarem Wasser ab und reiben Sie die behandelten Stellen wieder trocken.

Rost auf Gartengeräten mit Backpulver loswerden

Dieses Hausmittel hilft nicht nur einen verschmutzten Backofen wieder sauber zu bekommen, Backpulver kann auch Rost entfernen. In Kombination mit 3-prozentiger Zitronensäure wird eine Paste angemischt. Tragen Sie die „Creme“ auf die Roststellen auf und lassen Sie sie einwirken. Bevor Sie die Paste komplett abwischen, testen Sie an einer kleinen Stelle, ob das Mittel bereits gewirkt hat. Ist das der Fall, genügt ein trockener Lappen um den natürlichen Rostentferner wieder abzutragen.

Rostentfernung mit Schleifpapier oder Stahlwolle

Hat sich der Rost extrem festgesetzt, reichen die oben genannten Methoden vielleicht nicht aus. Vor allem bei größeren Flächen bietet es sich an, die Roststellen mit Sandpapier abzurubbeln. Auch Stahlwolle mit Feinheitsgrad 0 ist perfekt dafür geeignet, Oberflächenrost rückstandslos zu entfernen.

Algen und Moos auf Pflaster, Wegen und Terrasse

Moos Algen Terrasse
© Marina Lohrbach – Fotolia.com
Bedingt durch die Witterung bleibt es leider nicht aus, dass sich auf Pflastersteinen und Terrasse ein unschöner Moos- und Algenbelag bildet. Wer es rustikal mag, stört sich daran vielleicht nicht, den meisten Hobbygärtnern ist der grüne, oft matschige Teppich allerdings ein Dorn im Auge. Auch hier können Sie wieder mit Essig arbeiten, allerdings macht das nur bei kleineren Flächen Sinn. Kratzen Sie zunächst große Moospolster mit einem Messer oder einem Fugenkratzer ab und sprühen Sie dann den unverdünnten Essig auf die befallenen Stellen. Danach lassen Sie die Fläche in Ruhe und warten bis sich alles braun verfärbt. Jetzt ist wieder Handarbeit gefragt, denn das abgestorbene Moos bzw. die Algen müssen nun abgeschrubbt werden.

Wem das zu mühsam ist, und auch wenn die Fläche für die Essig-Variante zu groß ist, sollte chemische Kraft zum Einsatz kommen. Aus gesundheitlichen Gründen benutzen Sie am besten die AGO Quart Grünbelagentferner ohne Chlor und jeglichem Zusatz von Säuren und jeglichem Zusatz von Säuren. Die Wirkung beeinträchtigt das nicht, schont aber Material und umliegende Pflanzen.

Grünspan auf Terrakotta – Hausmittel helfen

Grünspan Terrakotta
© Natalie Schorr – Fotolia.com
Terrakotta ist ein beliebtes Material für Blumentöpfe und Dekofiguren im Garten. Je länger die Gegenstände allerdings im Freien stehen, desto mehr fangen sie an zu verwittern. Auch hier setzt sich dann der unschöne Grünspan ab, den Sie entfernen sollten, bevor die Deko vor dem Winter weggeräumt wird.

Sie ahnen es bereits, die erste Methode ist wieder unser Haushaltsessig. Tränken Sie ein großes Tuch mit Essig und wickeln Sie es um den Blumentopf. Wer Essigessenz verwendet, mischt diesen im Verhältnis 1:4 mit Wasser. Lassen Sie alles einwirken und wischen Sie dann den Topf oder Dekogegenstand mit Küchenkrepp ab. Wer den Essiggeruch nicht mag, spült einfach mit Wasser nach.

Terrakottatöpfe reinigen mit Regenwasser

Wenn Sie eine Regentonne im Garten haben, probieren Sie folgendes aus: Alle Terrakottagegenstände in die gefüllte Tonne legen und zwei bis drei Tage darin liegen lassen. Die grüne Schicht löst sich dann von allein.

Wichtig: Benutzen Sie kein Leitungswasser – es ist zu kalkhaltig!

Gartenmöbel aus Kunststoff reinigen

Gartenmöbel Kunststoff reinigen
© brudertack69 – Fotolia.com
Zu guter Letzt nehmen wir uns noch die Gartenmöbel vor, bevor diese im Gartenhäuschen verstaut werden. Während Tisch und Stühle aus Aluminium recht witterungsbeständig sind, nehmen Gartenmöbel aus Kunststoff im Laufe der Zeit unschöne Verfärbungen an. Klares Wasser reicht zum Säubern leider nicht aus, damit bekommen Sie lediglich die oberflächliche Staubschicht runter.

Zahnpasta, Natron und Schmutzradierer

Neben Essig (wie oben beschrieben), können Sie es hier auch einmal mit Zahnpasta versuchen. Die Paste wird auf einen Lappen gegeben und die dunklen Stellen damit abgerieben. Bei einer kleinen Sitzgruppe ist das sicher eine hilfreiche Methode, wer viele Möbel aus Kunststoff hat wird mit einer Tube aber nicht hinkommen – da geht selbst die günstigste Zahnpasta irgendwann ins Geld.

Alternativ bietet sich ein weiteres Hausmittel an. Mischen Sie Backpulver oder Natron mit Wasser und putzen Sie damit Ihre Kunststoffmöbel ab. Für hartnäckige Flecken mischen Sie eine Paste aus besagten Treibmitteln und wenig Wasser an. Die Flecken damit bearbeiten und mit klarem Wasser abspülen.

Ebenfalls sehr effektiv bei verschmutzten Kunststoffmöbeln, haben sich sogenannte Radierschwämme bewährt. Sie wirken – wie es der Name bereits sagt – wie ein Radierer und werden auch so benutzt. Besonders dunkle Stellen auf weißen Kunststoffmöbeln lassen sich so im Nu wegrubbeln.


Foto1: © Andrea - Fotolia.com, Foto2: © pure-life-pictures - Fotolia.com, Foto3: © Marina Lohrbach - Fotolia.com, Foto4: © Natalie Schorr - Fotolia.com, Foto5: © brudertack69 - Fotolia.com

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