Die Gärten Roms stehen für Ästhetik und Eleganz. Doch was genau macht einen römischen Garten aus und wie kann man ihn selbst anlegen? Ich verrate es Ihnen.

In der Geschichte der Gartenkunst spielen vor allem römische Gärten eine große Rolle. Denn während Gärten früher zunächst lediglich zum Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern angelegt wurden, kam es in der Kaiserzeit zu einem Wandel. Nun wurden die grünen Oasen nicht mehr nur als Nutzgarten angelegt, sondern auch, um einen Ort der Erholung und für gesellschaftliche Zusammenkünfte zu schaffen. Die Römer waren dabei wahre Meister in der Anpassung ihrer Gartenkunst. Sie holten sich Inspirationen von den Kulturen der Etrusker, Griechen und Perser und entwickelten daraus ihre eigene Form der Gartengestaltung. Und wie genau diese aufgebaut ist, verrate ich Ihnen nachfolgend etwas genauer.

Geschichte der römischen Gärten

Römische Gärten sind für ihre geometrischen Formen, klaren Linien und die Integration von Kunst bekannt. Die Blütezeit dieser Gartenkunst war das 1. Jahrhundert n. Chr. Denn mit den Jahren und dem wachsenden Reichtum der römischen Oberschicht begannen die Gärten immer ästhetischer zu werden. Wichtig war inzwischen nicht mehr die Selbstversorgung, sondern dass ein Ort geschaffen wird, an dem man sich erholen und vergnügen kann. Außerdem sollten die Gärten auch den sozialen Status der Besitzer widerspiegeln.

Einige der berühmtesten römischen Gärten sind zum Beispiel:

Aufbau und Elemente römischer Gärten

Römischer Garten: Geschichte, Tipps & Ideen zur Gestaltung
In römischen Gärten sind immer Skulpturen zu finden – © Mistervlad / stock.adobe.com

Der typische römische Garten war in der Regel von Mauern umgeben und bot so einen „geschützten Raum“ für die Familie. Ansonsten variierte die Gestaltung von Garten zu Garten. Einige Elemente, neben Pflanzen, waren jedoch fast immer darin zu finden. Dazu zählen:

  • Peristyle: Hierbei handelt es sich um einen von Säulen umgebenen Innenhof, der oft mit Zierpflanzen und Statuen geschmückt war.
  • Wasser: Wasserspiele, wie Springbrunnen, Teiche, Wasserbecken oder kleine Kanäle waren beliebte Elemente, da sie eine angenehme Atmosphäre schafften, und den Garten durch Verdunstung kühlten.
  • Statuen und Kunst: Statuen, Büsten von Göttern und Helden sowie Mosaike an Wänden und Böden waren in römischen Gärten weitverbreitet. Denn sie dienten nicht nur als elegante Dekoration, sie sollten auch den Reichtum und den Geschmack des Gartenbesitzers widerspiegeln.
  • Wege und Ruhebereiche: Gepflasterte Wege und schattige Ruheplätze mit Bänken oder Liegen dienten zur Erholung.

Nun wissen Sie, was einen römischen Garten ausmacht. Auf dieser Basis können Sie nun Ihren Garten selbst „römisch“ gestalten. Nachfolgend möchte ich Ihnen hier ein paar Inspirationen und Tipps mit an die Hand geben.

So können Sie Ihren eigenen römischen Garten anlegen

Römischer Garten: Geschichte, Tipps & Ideen zur Gestaltung
Ein römischer Garten enthält immer ganz bestimmte Elemente – © Buebelina / stock.adobe.com

Geometrie und Symmetrie:

Wenn Sie Ihre grüne Oase in einen römischen Garten umwandeln möchten, sollten Sie zunächst einen Gartenplan erstellen und darin alle Beete, Wege, usw. genau einzeichnen. Beachten Sie dabei Geometrie und Symmetrie. Denn charakteristische Merkmale von römischen Gärten sind rechteckige und runde Beete, sorgfältig beschnittene Hecken und gerade Wege.

Die optimale Pflanzenwahl:

Die optimale Auswahl der Pflanzen ist entscheidend, um das Flair eines römischen Gartens bestens widerzuspiegeln. Deshalb hier eine Liste mit typischen Pflanzen und ihre Bedeutung (Blumensprache):

  • Olivenbäume: Symbol des Friedens und der Weisheit.
  • Lorbeerbäume: Symbol für Sieg und Ruhm.
  • Zypressen: Symbolisieren Unsterblichkeit und Trauer, aber auch ewiges Leben. Sie wurden oft als Beetbegrenzung oder für die Gestaltung von Alleen verwendet.
  • Rosmarin: Wurde für sein aromatisches Laub und seine langlebigen Blüten geschätzt.
  • Lavendel: Pflanzten die Römer häufig zur Begrenzung von Beeten. Lavendel bringt Farbe und Duft in den Garten und zieht zudem Bienen an.
  • Weinreben: Weinreben wurden für die Weinherstellung angepflanzt, aber auch als Schattenspender in Pergolen und Laubengängen verwendet.
  • Madonnenlilie: Früher wurde die Madonnenlilie vor allem mit der Reinheit und Jungfräulichkeit in Verbindung gebracht. Deshalb auch die Verbindung zur Jungfrau Maria.
  • Myrte: Wurde als Symbol für Liebe und Frieden angesehen.
  • Feigenbaum: Feigenbäume waren wegen ihrer schmackhaften Früchte und der Schatten spendenden Eigenschaft beliebt.
  • Säulen-Eibe: Wurde aufgrund ihrer schlanken, aufrechten Wuchsform für formale Gartengestaltungen verwendet.

Schattige Plätze zum Ausruhen:

Je nach Größe Ihres Gartens sollten Sie einen oder mehrere schattige Plätze zum Ausruhen anlegen. Hierfür sind beispielsweise Pergolen empfehlenswert. Diese können Sie mit den für römischen Gärten beliebten Weinreben oder Kletterrosen bepflanzen, um für natürlichen Schatten zu sorgen.

Unter der Pergola können Sie dann typisch römische Sitzgelegenheiten wie eine stilvoll gestaltete Steinbank platzieren.

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Gestaltungselemente:

Römischer Garten Sonnenuhr
Eine Sonnenuhr ist ein klassisches Gestaltungselement – © kfleen / stock.adobe.com

Statuen/Büsten:

Bei den Gestaltungselementen sollten Sie welche auswählen, die die römische Kultur bestens widerspiegeln. Wählen Sie deshalb Büsten und Statuen von Göttern bzw. Göttinnen oder bedeutenden Persönlichkeiten. Sie sorgen für einen Blickfang im Garten und verleihen ihm obendrein einen Hauch von Eleganz. Besonders gut zur Geltung kommen Statuen und Büsten dabei auf römischen Säulen.

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Mosaike:

Ebenso können Sie Mosaike in Ihren Garten einbinden. Beispielweise, indem Sie eine Wand in ein schönes Mosaik verwandeln oder Mosaike in Pfade bzw. Wege einbinden.

Sonnenuhr:

Eine Sonnenuhr ist ein weiteres Element, dass Sie in Ihren römischen Garten platzieren können. Sie ist nicht nur dekorativ, sondern auch ein Teil der Geschichte. Schließlich spiegeln derartige Gartenuhren wider, wie sich die Römer im Freien die Zeit anzeigen ließen.

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Terrakotta-Töpfe:

Des Weiteren passen auch gut Terrakotta-Töpfe in einen römischen Garten. Am besten bepflanzt mit Zitrus- oder Olivenbäumchen. Das passt optisch nicht nur perfekt in einen römisch gestalteten Garten, die Töpfe machen es Ihnen auch besonders einfach, die kälteempfindlichen Pflanzen gut über den Winter zu bringen. Denn nicht alle mediterranen Pflanzen sind für kältere Klimazonen geeignet. Dieses Problem können Sie jedoch umgehen, indem Sie diese Pflanzen in Kübel setzen und zum Überwintern ins Haus holen.

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Wasserspiele:

Wasser spielte eine zentrale Rolle in römischen Gärten. Brunnen, kleine Teiche oder künstliche Bäche waren beliebt, denn sie wirkten nicht nur ästhetisch, sie waren auch ein Symbol für Luxus und Fortschrittlichkeit.

Möchten Sie in Ihrem römischen Garten das Element Wasser einbauen, müssen Sie nicht gleich einen großen Gartenteich anlegen oder einen imposanten Springbrunnen errichten. Sie können auch einen kleinen Bach anlegen, einen Quellstein selbst bauen oder einen kleinen Teich in einer Wanne anlegen. Das sieht auch schön aus und ist zudem viel günstiger.

Mein Tipp: Setzen Sie auf die richtige Beleuchtung

Römischer Garten: Geschichte, Tipps & Ideen zur Gestaltung
Setzen Sie Statuen und Büsten mit der richtigen Beleuchtung gekonnt in Szene – © Alena / stock.adobe.com

Damit Ihr Garten und vor allem die Dekoration auch nach Einbruch der Dunkelheit besonders schön zur Geltung kommt, sollten Sie strategisch platzierte Beleuchtung nutzen. Hierfür bieten sich vor allem in den Boden eingelassene Lichter an, da sie besondere Pflanzen und Dekoobjekte stilvoll hervorheben können.

Fazit:

Wenn Sie von der Geschichte Roms und der Lebensweise der Römer fasziniert sind, ist ein römischer Garten genau das Richtige für Sie. Mit der richtigen Planung und einem Auge für Details können Sie nicht nur einen außergewöhnlichen Garten erschaffen, sondern auch die Lebensweise der Römer widerspiegeln. Dabei ist es egal, ob Sie einen großen Garten besitzen oder „nur“ einen Balkongarten – Sie können nahezu überall eine grüne Oase mit historischem Hintergrund entstehen lassen.

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Gartentipp des Tages!

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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