Wer Tomaten im Garten oder im Gewächshaus anpflanzt, der hat zwar immer frische Früchte, doch es kann auch Zeiten geben, in denen man so viele Tomaten erntet, dass man gar nicht mehr weiß, wohin damit.

Da sich die Tomaten nun auch nicht ewig halten, kann man sie entweder verschenken oder sich an folgendem Tipp versuchen: Wie wäre es, wenn Sie selbst einmal getrocknete Tomaten machen würden? Eine leckere Angelegenheit!

Auswahl der Tomatensorten

Einige Tomatensorten eignen sich besonders gut zum Trocknen. Romatomaten, San Marzano oder auch kleine Cherrytomaten sind aufgrund ihrer festen Beschaffenheit und ihres geringen Wassergehalts ideal. Diese Sorten bewahren beim Trocknen ihre intensive Farbe und ihr volles Aroma.

Gesundheitliche Aspekte

Neben ihrem herrlichen Geschmack bieten getrocknete Tomaten auch wertvolle Inhaltsstoffe. Sie sind reich an Lycopin, einem Antioxidans, das das Wohlbefinden unterstützt. Vitamine wie Vitamin C und K tragen zudem zur Stärkung des Immunsystems bei.

Und so geht’s:

Schneiden Sie die Tomaten in dicke Scheiben. Die Kerne sollten Sie weitgehend entfernen. Dann werden die Scheiben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt und leicht gesalzen. Anschließend im Backofen bei 100 Grad ca. acht Stunden trocknen lassen. Sind die Tomaten fertig getrocknet, können Sie die Früchte jetzt noch mit Kräutern bestreuen oder in Olivenöl einlegen. Durch diese Variante halten die getrockneten Tomaten natürlich besonders lange. Essen können Sie die Früchte pur, auf dem Brot, auf einer Pizza, als Antipasti oder als Beilage zu vielen tollen Gerichten.

Trocknungsmethoden

Abgesehen von der herkömmlichen Methode im Backofen können Tomaten auch an der frischen Luft getrocknet werden, was jedoch eher in warmen Regionen traditionell praktiziert wird. Ein Dörrgerät stellt für unsere Breitengrade definitiv die effizientere Methode dar, die zudem besonders energiebewusst ist. Wie es geht, lesen Sie in unserem Artikel Tomaten trocknen im Dörrautomat – Anleitung und Tipps.

Schon gewusst? Nach dem Trocknungsprozess sehen getrocknete Tomatenscheiben sowie Tomatenstücke oft wie dicke Streifen aus, besonders wenn sie anfangs in größeren Scheiben geschnitten wurden. Zudem kann der Feuchtigkeitsverlust dazu führen, dass sich die Früchte leicht nach oben wölben oder einrollen.

Geschmack veredeln

Um den Geschmack der getrockneten Tomaten zu verfeinern, können Sie vor dem Trocknen verschiedene Gewürze hinzufügen. Mediterrane Kräuter wie Oregano oder Rosmarin passen wunderbar. Allerdings kann auch eine Prise Knoblauchpulver für eine besondere Note sorgen.

Lagerung und Haltbarkeit

Auf einem Holztisch steht ein Glas mit getrockneten Tomaten in Öl eingelegt.
In Öl eingelegte getrocknete Tomaten halten länger. | © Sahaidachnyi Roman / stock.adobe.com

Getrocknete Tomaten können Sie in einem luftdichten Behälter bis zu einem Jahr aufbewahren. Werden die Tomaten in Olivenöl eingelegt, verlängert sich ihre Haltbarkeit sogar noch und sie bleiben besonders aromatisch. Achten Sie jedoch darauf, dass die Tomaten vollständig mit Öl bedeckt sein sollten.

Eine kleine Geschenkidee

Legen Sie die getrockneten Tomaten in Öl ein, dann legen Sie doch auch noch ein Paar getrocknete Kräuter, wie zum Beispiel Rosmarin, dazu. Es sieht nicht nur schön aus, es schmeckt auch noch ausgezeichnet. Sie können auch Schafskäsewürfel, Mozzarella-Bällchen oder sogar Kapern dazutun. Sie haben dabei wirklich freie Hand. Und weil das Eingelegte sehr schön aussieht, können Sie es auch verschenken.

Viel Freude beim Ausprobieren! 🙂

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Ringo von Gartentipps.com

Gründer und Chef-Redakteur von Gartentipps.com. Hat auf dem Dorf (bei Oma) zwischen Stachelbeeren, Kirschbaum und Hühnerhof seine Leidenschaft fürs Gärtnern entdeckt.

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