Reife Tomaten, frisches Basilikum und geröstete Pinienkerne verbinden sich zu einem würzigen Pesto für Pasta, Brot oder Antipasti.

Im Garten und auf der Terrasse reifen im Hochsommer rote, gelbe und gestreifte Tomaten in allen Größen, von der kleinen Cocktailtomate bis zur schweren Fleischtomate. Jede Sorte schmeckt herrlich süß, sofern sie lange genug in der Sonne reifen durfte, und genau das macht Tomaten aus dem eigenen Garten so besonders. Tragen jedoch mehrere Sorten gleichzeitig, wächst der Berg an Früchten schneller, als er sich verzehren lässt. Glücklicherweise gibt es genügend Ideen, Tomaten zu verwerten.

Rezept Tomatenpesto aus frischen Tomaten

Dieses besondere Tomatenpesto Rezept wird mit frischen Tomaten zubereitet, die wir vorab rösten und trocknen. Dadurch entsteht ein unglaublich intensiver Geschmack, der jedes Gericht aufwertet. Das langsame Rösten bei niedriger Temperatur karamelisiert den natürlichen Zucker der Tomaten und entwickelt Aromastoffe, die Sie in keinem gekauften Pesto finden werden.

Zutaten für 2 Gläser à 250 ml

  • 300 g frische Tomaten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 50 g Parmesan
  • 60 g Pinienkerne
  • 5 – 6 EL Olivenöl
  • 1 Handvoll Basilikum
  • Salz, Pfeffer
  • Zitronensaft

💡 Tipp:
Kombinieren Sie gern frische und getrocknete Tomaten für einen intensiveren Geschmack! Das Verhältnis 3:1 (frisch zu getrocknet) ist ideal.

Zubereitungszeit

Vorbereitung: 15 Min.
Rösten: 1,5 Std. Rösten
Schwierigkeitsgrad: Einfach
Haltbarkeit: 1 Woche (ohne Einkochen)

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Tomatenpesto Rezept
Tomatenpesto kann auch auf Vorrat zubereitet werden. | © nblxer / stock.adobe.com

Schritt 1: Tomaten und Knoblauch rösten

Schneiden Sie die Tomaten in kleine Stücke und legen Sie diese mit der Haut nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Die Knoblauchzehen schälen und in großen Stücken zu den Tomaten geben. Alles mit ca. 1 EL Olivenöl und mit den Gewürzen würzen. Im Ofen auf Ober- und Unterhitze bei 110°C mindestens 1,5 Stunden rösten.

💡 Tipp:
Die Tomaten können gern über Nacht im Ofen weiter trocknen. Je länger, desto intensiver der Geschmack!

Schritt 2: Pinienkerne rösten

Rösten Sie die Pinienkerne vorsichtig in der Pfanne ohne Öl oder Butter goldgelb an. Da die Kerne schnell verbrennen, bleiben Sie an der Pfanne und rühren die Pinienkerne stets um.

Schritt 3: Alles mixen

Pürieren Sie anschließend die Tomaten, Knoblauchzehen, Pinienkerne, den geriebenen Parmesan und das aromatische Basilikum und geben Sie dabei das restliche Öl mit hinein. Das Pesto ist fertig, wenn die Zutaten grob verbunden sind, aber noch Textur haben. Ist das Pesto zu dick, dann kann noch etwas Öl dazugegeben werden.

Schritt 4: Abschmecken und verfeinern

Schmecken Sie das Pesto mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft ab. Die Zitronensäure hilft bei der Geschmacksgebung und unterstützt die Konservierung.

Tomatenpesto abfüllen und lagern

Das fertige Pesto kommt in saubere Gläser und wird mit einer guten Schicht Olivenöl bedeckt. Durch die Ölschicht bleibt das Pesto, bei Lagerung im Kühlschrank, etwa 1 Woche haltbar. Für eine längere Haltbarkeit wird das Tomatenpesto in sterilisierten Gläsern, ähnlich wie Tomatenmark, eingekocht.

Tomatenpesto selber machen – Einfaches Rezept
Tomatenpesto hält sich im Glas mindestens 1 Woche. | © lastfurianec / stock.adobe.com
  1. Zuerst die Gläser sterilisieren. Dafür Schraubdeckelgläser und Deckel in kochendem Wasser 10 Minuten auskochen, dann auf einem sauberen Küchentuch abtropfen lassen, nicht abtrocknen.
  2. Das fertige Pesto in die noch warmen Gläser füllen, dabei etwa 1 cm Rand lassen. Mit einem Löffel oder Teigschaber eventuelle Luftblasen herausdrücken. Oben eine dünne Schicht Olivenöl draufgeben, Deckel fest verschließen.
  3. Den Backofen auf 80 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Ein tiefes Backblech oder eine Auflaufform mit einem feuchten Küchentuch auslegen, die Gläser hineinstellen und so viel Wasser angießen, dass sie etwa 2 bis 3 cm im Wasser stehen. Die Gläser dürfen sich dabei nicht berühren.
  4. Bei 80 °C für 30 Minuten einkochen. Anschließend die Gläser im ausgeschalteten Ofen vollständig abkühlen lassen, nicht vorher herausnehmen.
  5. Nach dem Abkühlen prüfen, ob der Deckel sich nach innen gewölbt hat (leichtes Klickgeräusch beim Drücken bedeutet, dass kein Vakuum entstanden ist, solche Gläser sofort verbrauchen). Richtig eingekochtes Pesto hält sich kühl und dunkel gelagert etwa 6 bis 12 Monate.

Verwendungstipps

  • Als Dip: Perfekt zu Brot, Crackern oder Gemüse
  • Pasta: Klassisch zu allen Nudelsorten
  • Pizza & Tartes: Als geschmacksintensive Basis oder Topping
  • Fleisch & Fisch: Als aromatische Soße
  • Aufstrich: Auf geröstetem Brot ein Genuss

Tomatenpesto: Die 5 häufigsten Fehler

Zu hohe Rösttemperatur

Ab 150°C verbrennen Tomaten von außen, während sie innen noch roh und wässrig sind. Geduld ist hier der Schlüssel. Bei maximal 110°C trocknen die Früchte gleichmäßig durch und entwickeln Röstaromen, die den intensiven Geschmack ausmachen.

Pinienkerne unbeaufsichtigt rösten

Durch ihren hohen Ölgehalt sind Pinienkerne extrem hitzeempfindlich und verbrennen innerhalb weniger Sekunden. Bleiben Sie unbedingt am Herd und rühren Sie stets um. Nehmen Sie die Kerne sofort von der Platte, sobald sie goldgelb sind. Lieber etwas zu hell als bitter verbrannt.

Zu wenig Öl beim Lagern

Ohne ausreichend Öl oxidiert das Pesto schnell, wird braun und kann schimmeln. Eine mindestens 5 mm dicke Ölschicht versiegelt die Oberfläche luftdicht. Nach jedem Gebrauch sollten Sie die Ölschicht erneuern, damit das Tomatenpesto haltbar bleibt.

Unreife Tomaten

Unreife Tomaten sind zu hart und säuerlich, überreife werden beim Rösten matschig und verlieren ihre Struktur. Perfekte Tomaten geben bei leichtem Druck etwas nach, sind aber noch fest. Die Haut sollte prall und glänzend sein.

Unsterilisierte Gläser verwenden

Bakterien und Keime in den Einmachgläsern lassen selbst gut verschlossenes Pesto schnell verderben. Spülen Sie Gläser und Deckel mit kochendem Wasser aus oder sterilisieren Sie diese 10 Minuten bei 120 °C im Backofen. Besonders die Deckel werden oft vergessen und sind häufig die Keimquelle.

Probieren Sie dieses einfache Rezept aus und genießen Sie den Geschmack des Sommers das ganze Jahr über. Teilen Sie Ihre Erfahrungen gern mit mir! 😀

Anja von Gartentipps.com

Als zweifache Mutter lebe ich mit meiner Familie, Hund und Pferden auf dem Land. Nachhaltigkeit und ein angenehmes Miteinander sind mir besonders wichtig und werden in unserem Haushalt täglich vorgelebt. Genau wie meine Leidenschaft fürs Gärtnern und Schreiben.

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