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Walzen-Wolfsmilch – alle Pflanz- und Pflegetipps

Die Walzen-Wolfsmilch ist eine äußerst dekorative, aber giftige Staude. Am wohlsten fühlt sich im Steingarten, auf trockenem Boden.

Walzen-Wolfsmilch
Sehr dekorative, aber giftige Staude | © progarten / stock.adobe.com
Die blaugrünen Blätter, gepaart mit sattgelben Blüten, versprechen hübsche Akzente im Beet. Die kleinen Stauden lieben es sonnig und bilden üppige Polster aus. Mitte Mai steht die Walzen-Wolfsmilch (Euphorbia myrsinites) in Blüte und erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass die Blütenfarbe eigentlich von den gelbgrün gefärbten Hochblättern herrührt.

Die Walzen-Wolfsmilch gilt als eines der bekanntesten Wolfsmilchgewächse in heimischen Gärten. Ursprünglich stammen die Pflanzen aus einem Einzugsgebiet, welches sich zwischen den Süden Europas und dem Norden Irans erstreckt.

Den an Walzen erinnernden Trieben hat die Pflanze ihre deutsche Bezeichnung zu verdanken. Die Pflanzen wachsen zwischen Steinen und in offenen Waldlagen bis auf Höhen von 1.000 bis 2.300 Metern.

Walzen-Wolfsmilch Euphorbia myrsinites
Wuchs: polsterbildend, niederliegend, horstig
Wuchshöhe: 15 – 25 cm
Wuchsbreite: 40 – 50 cm
Besonderheiten: winterhart, in allen Teilen giftig
Standort: Sonne
Boden: kalkhaltig, durchlässig, trocken
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Die Hauptverbreitungsgebiete sind die Balearen, Italien, Griechenland und die Türkei. In den USA gilt die Walzen-Wolfsmilch als Unkraut. Die Anpflanzung ist in Colorado seit dem Jahre 2003 sogar gesetzlich verboten.

Standort und Boden

Walzen-Wolfsmilch Boden
Auf steinigem Grund fühlt sich die Staude wohl | © Marc / stock.adobe.com
Ideale Wachstumsbedingungen findet die Walzen-Wolfsmilch an einem sonnigen Standort. Der Steingarten oder ein Kies-Beet bieten optimale Voraussetzungen. Als geeignete Pflanznachbarn erweisen sich Zierlauch, Bart-Iris oder Fetthenne.

Die vielseitige Staude eignet sich auch für die Gestaltung von Dachgärten oder die Bepflanzung von Mauerkronen. Ebenso lassen sich Blumenampeln und Kübel durch den attraktiven Bodendecker aufwerten.

Das Substrat sollte den natürlichen Wachstumsbedingungen der Walzen-Wolfsmilch angepasst werden. Ein trockener und kalkhaltiger Boden kommt dem am nächsten. Wichtig ist, den Boden gut aufzulockern, damit die Feuchtigkeit in die Erde eindringen kann und keine Staunässe entsteht.

Walzen-Wolfsmilch pflanzen

Die beste Pflanzzeit ist das Frühjahr. Sie sollten bis nach den Eisheiligen warten, bevor Sie die Walzen-Wolfsmilch in den Boden bringen. Da sich die Walzen-Wolfsmilch schnell ausbreitet, sollte ein Pflanzabstand von mindestens 45 Zentimetern eingehalten werden.

Walzen-Wolfsmilch pflegen

Die Walzen-Wolfsmilch wird nur sporadisch gegossen. An heißen Tagen und nach längeren Trockenzeiten können sich geringe Wassergaben notwendig machen. Der Boden darf zwischenzeitlich auch austrocknen. Staunässe wird von den Pflanzen nicht vertragen. Gießen Sie daher besser zu wenig als zu viel. Während der Wachstumsphase kann die Walzen-Wolfsmilch monatlich mit Kakteendünger versorgt werden.

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Walzen-Wolfsmilch schneiden

Walzen-Wolfsmilch schneiden
Werden die Ausläufer zu lange, können sie geschnitten werden. | © Anna / stocka.dobe.com
Nach der Blütezeit kann ein Auslichtungsschnitt durchgeführt werden. Dabei werden die abgeblühten Triebe entfernt. Dadurch wird Platz für den neuen Austrieb geschaffen. Im Herbst wird die Walzen-Wolfsmilch dagegen nicht zurückgeschnitten.

» Achtung: Tragen Sie bei der Pflanzenpflege Handschuhe, damit es nicht zu Hautreizungen kommt.

Walzen-Wolfsmilch vermehren

An einem idealen Standplatz nimmt die Walzen-Wolfsmilch ihre Vermehrung gern selbst vor. Säen sich die Pflanzen nicht selbst aus, kann mit handelsüblichem Saatgut nachgeholfen werden.

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Wer bereits gut entwickelte Pflanzen besitzt, kann die Vermehrung mittels Teilung und Stecklingen in Erwägung ziehen. Die Stecklinge werden bevorzugt im späten Frühjahr geschnitten und anschließend in feuchter Anzuchterde bewurzelt.

➔ Die Teilung der Walzen-Wolfsmilch – Schritt für Schritt

  1. Handschuhe anziehen
  2. Walzen-Wolfsmilch ausgraben
  3. Substrat vom Wurzelballen entfernen
  4. Wurzeln kontrollieren
  1. kranke und abgestorbene Wurzeln ggf. entfernen
  2. Wurzelballen mittig teilen
  3. Pflanzen getrennt voneinander einpflanzen
Durch die Teilung einer größeren Walzen-Wolfsmilch lassen sich zwei gleichwertige Pflanzen gewinnen, welche eine gute Anwachsgarantie besitzen und separat weiter kultiviert werden können.

Krankheiten und Schädlinge an der Walzen-Wolfsmilch erkennen

Es handelt sich um eine robuste Pflanze ohne erkennbare Veranlagung zu Krankheiten und Schädlingen. Unter ungeeigneten Standortbedingungen können Blattläuse, Mehltau oder Thripse auftreten.

Ist die Walzen-Wolfsmilch giftig?

Das Wolfsmilchgewächs ist hochgiftig. Der Milchsaft kann Hautreizungen und Verätzungen hervorrufen. Kommen die Schleimhäute in Kontakt mit der Flüssigkeit, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Tragen Sie bei jeglichem Kontakt mit der Pflanze Handschuhe!

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