Pflanzen Bodendecker

Braunes Fiederpolster – blühender Bodendecker mit honig-süßem Duft

Braunes Fiederpolster kann als Bodendecker oder Rasenersatz fasst überall im Garten gepflanzt werden. Beliebt ist die Staude auch bei der Grabgestaltung.

Braunes Fiederpolster
Braunes Fiederpolster ist winterhart | © Ruckszio / stock.adobe.com
Braunes Fiederpolster, auch als Laugenblumen bezeichnet, trägt den botanischen Namen Cotula squalida und gehört zu der Gattung Polsterpflanzen, die einen Teppich bilden. Gerne werden die Bodendecker als Rasenersatz gepflanzt. Im Sommer, von Juni bis August zeigen sich Blüten, die einen honigartigen, süßen Duft verbreiten. Je nach Jahreszeit wechseln die Blätter ihre Farbe und werden so zu einem besonderen Farbklecks im Garten. Das Fiederpolster bereitet lange Freude und gehört zu den unkomplizierten Gewächsen, die den Garten um eine insektenfreundliche Pflanze erweitern.

Herkunft und Verbreitung

Das Braune Fiederpolster ist eine kleine, zauberhafte Polsterstaude, die auf dem Boden einen Teppich bildet. Sie stammt aus der Familie der Korbblütler, die botanisch als Asteraceae bezeichnet werden. Die Gattung der Fiederpolster umfasst rund 50 weitere Arten. Bis auf die Cotula coronopifolia, auch als Krähenfuß-Laugenblume bezeichnet, die neben dem braunen Fiederpolster mittlerweile auch hierzulande beheimatet ist, sind die weiteren Arten eher nur auf der südlichen Halbkugel zu finden.

Das Braune Fiederpolster ist in Neuseeland beheimatet und lässt sich dort sowohl auf der Nord-, als auch auf der Südinsel finden. Dort wächst die Cotula squalida hauptsächlich an Flussufern, Ufern von Bächen, im Tiefland, in Küstennähe und auf feuchten Wiesen im Gebirge.

Braunes Fiederpolster oder auch Laugenblume (Cotula squalida)
Wuchs: mattenförmig, teppichartig
Wuchshöhe: 3 – 5 cm
Wuchsbreite: 10 – 30 cm
Besonderheiten: winterhart, immergrün
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: durchlässig, trocken bis frisch
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Verwendung

Aufgrund der niedrigen Wuchshöhe und der bodenbedeckenden Ausbreitung ist das Braune Fiederpolster für Moosgärten ideal. Es lässt sich aber auch als Ersatz für Rasen pflanzen und bildet eine geschlossene Blätterdecke. Im Abstand von 10 bis etwa 30 Zentimeter werden die Pflanzen in den Boden gesetzt. Schon nach sehr kurzer Zeit bildet sich ein weicher Polsterteppich. Betreten lässt sich dieser aparte Blätterteppich bis zu einem gewissen Grad. Die kleine Staude ist auch als Bepflanzung zwischen und unter kleineren Gräsern oder Gehölzen sowie für bestimmte Abschnitte in Gehwegsteinen geeignet.

Brauner Fieberpolster Grabgestaltung
© Ruckszio / stock.adobe.com

Da sich das Braune Fiederpolster besonders in feuchten Untergründen wohlfühlt, ist der Teichrand oder ein Bachlauf im Garten eine gute Wahl. Die Cotula squalida macht sich auch sehr gut im Steingarten oder als Grabbepflanzung. Die immergrüne Staude bietet im Frühling genau den richtigen Rahmen für kleine Zwiebelblumen wie Krokusse, Narzissen und Wildtulpen, die erste Farbklecke in den Garten zaubern. Ein weiterer geeigneter Pflanzpartner ist zum Beispiel die fuchsrote Segge, botanisch als Carex buchananii bezeichnet und weitere Gräser. Ebenso sind Primeln, Karpaten-Schaumkresse, Funkien oder Farne ideal.

Wachstum und Aussehen

Das braune Fiederpolster wächst maximal fünf Zentimeter in die Höhe. Mit den niedrig wachsenden Trieben wird sehr schnell ein dichter Teppich gebildet. Die Pflanze verdankt dem Wuchs der Blätter ihre lateinische Bezeichnung. Sie erinnern entfernt an eine kleine Schale oder einen Napf. Catula ist vom altgriechischen Wort kotyle abgeleitet und bedeutet übersetzt so viel wie Schälchen oder Becher.

➔ Blätter des Fiederpolsters

Wegen der zarten, länglich geformten, gefiederten und bräunlich-grünen Blätter wird die Cotula squalida kultiviert. Die Staude erinnert an kleinen, zarten Farn, obwohl die Korbblütler damit in keinster Weise verwandt sind. Anders als Farn ist das Braune Fiederpolster auch im Winter mit immergrünen Blättern versehen.

➔ Blüte und die Blütezeit

In der Zeit zwischen Juni und August bietet das Braune Fiederpolster bis zu zwei Zentimeter große, ballenförmige Korbblüten, die den Blätterteppich mit grünlich-gelben Flecken überdecken. Sie sind recht unscheinbar und versprühen einen angenehm süßlichen Honigduft. Bei Bienen und Schmetterlingen sind die Pflanzen überaus beliebt, weil sie für Insekten eine wertvolle Nahrungsquelle darstellen.

➔ Früchte

Ist die Blütezeit des Braunen Fiederpolsters vorbei, bilden sich kleine Schließfrüchte, die an winzige Nüsse erinnern. Diese kleinen Kapseln enthalten nur einen einzigen Samen. Diese kleinen, nussähnlichen Früchte werden botanisch als Achänen bezeichnet.

» Tipp: Weder für den Menschen, noch für Tiere ist das Braune Fiederpolster giftig!

Der richtige Standort

Das Braune Fiederpolster fühlt sich an sonnigen, sonnenabgewandten und halbschattigen Plätzen im Garten besonders wohl. Diese Bereiche dürfen allerdings nicht zu trocken sein.

Anforderungen an den Boden

Das Braune Fiederpolster fühlt sich in lockerem, frischem bis feuchtem und gut durchlässigem Boden rundum wohl. Ist der Boden gut durchlüftet, ausreichend feucht und angefüllt mit Nährstoffen, bilden sich aus den einzelnen kleinen Pflänzchen schnell bodenbedeckende, gleichmäßige Matten. Die Cotula squalida mag sehr trockenen und zu nassen Boden gar nicht. Außerdem sollte der Boden idealerweise über einen neutralen pH-Wert verfügen.

Braunes Fiederpolster pflanzen

Wer das Braune Fiederpolster als Rasenersatz oder Bodendecker pflanzen möchte, sollte pro Quadratmeter zwischen 10 und 20 Pflanzen einplanen. Diese sollten in einem Abstand von 10 bis 30 Zentimeter in den Boden gesetzt werden, je nachdem, welcher Standort gewählt wird. Im Frühjahr ist die beste Pflanzzeit für das Braune Fiederpolster, weil die Staude bis zum nächsten Winter genug Zeit hat, um gut im Boden anzuwachsen.

Da das Braune Fiederpolster einen humosen, mäßig mit Nährstoffen angereicherten Boden bevorzugt, ist eine Anreicherung des Bodens mit reifem Kompost wichtig, wenn am zukünftigen Standort magerer Boden vorhanden ist. Durch das Einbringen von Kompost wird der Nährstoffgehalt erhöht.

Gießen und Düngen

Da das Braune Fiederpolster pflegeleicht ist, wächst es auch ohne große Zuwendung recht schnell am richtigen Standort. Vor dem Austreiben im Frühjahr kann leichtes Düngen mit einem organischen Düngemittel sinnvoll sein. Reifer Kompost ist sehr gut geeignet und dient der Pflanze als Starthilfe in die neue Wachstumsperiode, um frisches und grünes Laub zu bilden. Damit keine Dürreschäden entstehen, kann an sehr trockenen und heißen Tagen im Sommer zusätzliches Gießen durchaus notwendig sein. Gelegentliche Trockenheit ist für die robuste Pflanze nicht schädlich, selbst wenn die Optik etwas anderes vermuten lässt. Bei entsprechender Pflege wird sich die Pflanze im Regelfall aus der Basis heraus wieder erholen.

Braunes Fiederpolster schneiden

Grundsätzlich muss das Braune Fiederpolster nicht geschnitten werden. Sinnvoll ist aber, wenn vorsichtig trockene Pflanzenteile entfernt werden. Darum ist der Bodendecker ein praktischer Rasenersatz, der deutlich weniger Arbeit macht als eine herkömmliche Grasfläche, die in regelmäßigen Abständen gemäht werden muss.

Vermehrung und Teilen

Anders als bei anderen Blühpflanzen sät sich das Braune Fiederpolster nicht von alleine aus. Die reifen Früchte können im Herbst eingesammelt werden. Die Samen lassen sich sofort oder im darauffolgenden Frühjahr aussäen. Notwendig ist das aber nicht. Durch die zahlreichen Ausläufer vermehrt sich das Braune Fiederpolster von ganz alleine und bildet nach kurzer Zeit einen schönen Blätterteppich. Soll die Cotula squalida an anderer Stelle kultiviert werden, können kleine Ausläufer abgetrennt und an anderer Stelle in den Boden gesetzt werden.

Eine weitere Art der Vermehrung ist das Teilen. Diese Maßnahme wird am besten im Frühjahr durchgeführt. Mit einem scharfen Spaten wird einfach die gewünschte Größe abgestochen und an einem anderen Standort wieder eingepflanzt. Vor dem Einpflanzen sollten vertrocknete Pflanzenteile entfernt werden. Wichtig ist nach dem Einpflanzen, dass das Braune Fiederpolster für ein paar Wochen großzügig gegossen wird, damit sich schnell neue Wurzeln bilden können.

Cotula squalida überwintern

Da dem Braunen Fiederpolster Temperaturen bis minus 28 Grad Celsius nichts anhaben können, brauchen keine weiteren Vorkehrungen getroffen zu werden. Vor intensiver Bestrahlung durch die intensive Wintersonne sollte der Pflanzenteppich allerdings geschützt werden. Dafür eignet sich Reisig sehr gut, da die Sonnenstrahlen so keinen Schaden an den Blättern anrichten können.

Schädliche und Krankheiten

Das Braune Fiederpolster ist zwar nicht besonders empfindlich gegenüber Schädlingen und Krankheiten, trotzdem kann ein Befall vorkommen. Wenn im Sommer Aufhellungen im Pflanzenteppich sichtbar werden, kann es sich um Spinnmilben handeln. Vorwiegend treten diese Schädlinge in trockenen Jahren auf – sie schädigen die Pflanze, indem sie diese aussaugen. Schnecken sind auch problematisch für die Cotula squalida. Sie fressen nicht nur die Blätter an, sondern sorgen durch ihren Schleim dafür, dass die Pflanze keinen Sauerstoff mehr erhält. Das führt dazu, dass die Pflanze verfault.

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Entgegenwirken lässt sich dem mit einer funktionieren Schneckensperre. Liegt ein Schneckenbefall vor, sollten Laub und kleine Zweige entfernt werden, um den Pflanzenteppich zu belüften.

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