Gartenpflege

Gartenarbeit im Alter: 8 Tipps die vieles erleichtern

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Auch mit zunehmendem Alter, müssen Sie auf Ihren geliebten Garten nicht verzichten. Beherzigen Sie unsere Tipps und machen Sie sich die Gartenarbeit leichter.

Gartenarbeit im Alter
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Jahre, ja Jahrzehnte lang haben Sie in Ihrem Garten nicht nur harte Arbeit und Mühe, sondern auch Entspannung gefunden? Sie kümmerten sich schon immer gern um Pflanzen, aber körperliche Leiden und mangelnde Energie machen es zunehmend schwieriger? Dann macht es Sinn, auf pflegeleichtere Pflanzen zu setzen, die weniger Aufmerksamkeit benötigen und dennoch große Freude machen. Aber auch abgesehen davon gibt es Kniffe, die den Aufwand verringern und die Ihnen hier vorgestellt werden.
1.

Weniger Arbeit mit Bodendeckern

Einer der größten Feinde des Gärtners sind alle Arten von Unkraut. Aber wie kann man das mühsame und kleinteilige Zupfen von Unkraut minimieren oder dem Aufkommen von Unkraut vorbeugen? Die simple Antwort auf diese Frage sind die sogenannten Bodendecker. Angenehmer Zusatzeffekt dieser Pflanzen: Sie schützen den Boden. Der Spätsommer eignet sich perfekt für ihre Pflanzung, da hier das Sprießen des Unkrauts ins Stocken kommt und die Bodendecker bis zum Winter genügend Zeit haben, um in die Erde zu dringen. Nutzen Sie Kompost, um dafür die Böden zu verbessern und wählen Sie weise zwischen verschiedenen Bodendeckern. Zu den besten Arten zählen

Natürlich können Sie Bodendecker nach Ihren eigenen Vorstellungen verteilen. Bei einigen Sorten sollten Sie allerdings darauf achten, dass diese sich gegenseitig den Platz streitig machen könnten! Falls Sie schon Bodendecker ausgelegt haben, verzichten Sie unbedingt auf das Hacken zwischen diesen. Im schlimmsten Fall beschädigen Sie das Wurzelwerk.

2.

Rasen mit Qualität

Was den Rasen angeht, investieren Sie lieber etwas mehr für Saatgut, da dieses oftmals langsamer wächst. So sparen Sie sich das mühsame, den Rücken malträtierende Mähen. Wer einen Mähroboter einsetzt kann sich diese Arbeit beinahe ganz sparen.

3.

Die richtige Beetauswahl und Bepflanzung

Bestücken Sie Beete mit pflegearmen, langsam wachsenden Gehölzen und einigen Stauden, die ein schönes, stimmiges und ruhiges Gartenbild schaffen. Der große Vorteil von Stauden: Diese müssen Sie nicht jährlich neu setzen, da sie im Boden wurzeln und mit Trockenheit besser zu Rande kommen als viele Sommerblumen. Fassen Sie Beete zum Beispiel mit Klinker ein, damit diese auch nach längerer Zeit ohne Ihre Aufmerksamkeit nicht aus der Form geraten. Mehr Inspirationen und Hinweise zur Beeteinfassung mit Klinkersteinen finden Sie im MyHammer Magazin.

» Pflegeleichte Pflanzen

Sie mögen zwar einen lustigen Namen haben, aber Rittersporn und Fette Henne sind echte Alternativen zu pflegeintensiven Pflanzen. Beide sind verhältnismäßig anspruchslos und bilden wunderschöne, staunenswerte Blüten. Ein nährstoffreicher Boden ist für Rittersporn dabei ideal.

  • Rittersporn
    Die Rittersporne werden zwischen 120 oder sogar 180 cm groß. Ihre Blütenfarbe variiert zwischen Blautönen, Violett oder sogar weiß. Manche Züchtungen erstaunen mit anderen Farben wie Rosa oder Gelb.
  • Fetthenne
    500 Arten der Fetthenne gibt es indes, und ihr großer Vorteil: Man braucht sie selbst im Herbst nicht schneiden, denn die schwarzbraunen Fruchtstände vertragen sogar Schneedecken. Nicht genug damit: Die meisten Sorten überstehen Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius und benötigen keinerlei Winterschutz. Passen Sie allerdings bei Zierpflanzen-Fetthennen auf! Diese werden nicht einen einzigen Winter überstehen. Sie können die Fetthenne übrigens sehr leicht vermehren: Einfach ein oder zwei Stecklinge mit Daumendicke abbrechen und trocknen. Dann ab in einen Topf mit einem Torf-Sandgemisch, zudecken und abwarten.
4.

Rosen ohne Anspruch

Wer trotz geringen Zeitaufwandes nicht auf die schönen Rosen verzichten möchte, ist gut beraten, öfter blühende Sorten einzusetzen. Dazu eignen sich Sorten wie

  • Sedana
  • Gärtnerfreude
  • Utopia
  • oder Heidetraum

besonders gut. Sie segnen den Gärtner noch zusätzlich mit neuen Blüten bis in den Oktober hinein.

5.

Gemüse ohne Mühe

Möchte man nicht den Gemüseanbau im ganz großen Stil betreiben, so ist dies problemlos möglich. Bringt man beispielsweise Paprika, Salat, Tomaten, Gurken, Kräuter oder Kohlrabi in großen Pflanzgefäßen geschützt vor Schnecken unter, danken es einem die Gemüsesorten, indem sie ihre Saison bis in den Herbst hinein verlängern. Das Umpflanzen und Pflegen ist zudem sehr unkompliziert.

6.

Mit mehr Entspannung in den Garten

Verabschieden Sie sich von der Vorstellung, dass der Garten immer perfekt und akkurat aussehen muss. Das ist nicht der Fall! Einen Garten zu haben heißt auch, ihn nur begrenzt zu kultivieren und dem Unvorhersehbaren, das die Natur sich einfallen lässt, bis zu einem gewissen Rahmen Platz zu lassen. Machen Sie also nicht zu viel, sondern staunen Sie, wie die Umwelt Ihren Garten ganz natürlich mit bearbeitet.

7.

Holz statt Hecke

Der Gang an die Hecke mit der Heckenschere ist je nach Wetterlage bis zu drei Mal pro Jahr nötig und angesichts der recht großen Kraftanstrengung, die damit einhergeht, nicht unbedingt gut für Senioren geeignet. Besser sind da einmal aufzustellende Sichtschutzwände aus Holz, die nur alle paar Jahre gestrichen werden müssen. Mit Steinen gefüllte Drahtkörbe, namens Gabionen, sind eine gute Alternative, denn sie benötigen überhaupt keine Pflege mehr. Den „Heckenersatz“ gibt es im Fachhandel oder auch nach Maß angefertigt bei Gabiona.

8.

Hilfe im Garten zulassen

Mit zunehmendem Alter fällt die Gartenarbeit keinem Hobbygärtner leichter, im Gegenteil. Die Knochen und Gelenke haben ihre Arbeit schon Jahrzehnte verrichtet – Verschleißerscheinungen sind der Normalfall. Empfehlenswert sind zum Beispiel elektrische Hecken- und Gartenscheren, Geräte mit besonders ergonomischem Griff und Hacken oder Harken mit langen Griffen, damit man sich nicht so tief bücken muss.

Aber besonders in heißen Sommern kann es passieren, dass jedes Gerät nichts mehr nützt. Der Kreislauf und die Anstrengung machen Senioren zu schaffen. Daher ist es dann ratsam, sich Hilfe durch eine professionelle Pflegekraft zu holen, falls man die Arbeit nicht mehr alleine schafft. Es ist keine Schande, sich einzugestehen, dass man nicht mehr arbeiten kann wie mit zwanzig Jahren. Pflegekräfte, zum Beispiel von der Deutschen Seniorenbetreuung, können nicht nur im Haushalt, sondern auch im Garten eine große Unterstützung darstellen und den Alltag von Senioren erleichtern – und auch diese freuen sich sicher, wenn Gartengeräte die Arbeit vereinfachen.

Fazit
Auch im hohen Alter kann sich also ein schöner Garten gut erhalten lassen. Überlegen Sie aber gut, was Sie sich zutrauen und wann Sie Unterstützung für die Arbeiten brauchen. Es ist keine Schande, nicht alles selbst machen zu wollen. Beachten Sie die Tricks und Tipps dieses Artikels, und Sie werden sehen, wie viele mühevolle Arbeitsschritte seltener werden.


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