Ein Garten mit sandigem Boden stellt viele Gärtner vor eine große Herausforderung. Doch keine Sorge, es gibt genügend Pflanzen für sandigen Boden.

Sandbeet
Auch in einem Sandbeet gedeihen Blumen prächtig – © yolfran / stock.adobe.com

Sandige Böden stellen Hobbygärtner häufig vor Probleme. Denn die besondere Bodenbeschaffenheit erschwert den Anbau von Zier- und Nutzpflanzen. Doch überraschend viele Pflanzen lassen sich auch auf sandigen Böden anbauen. Dabei müssen Sie nur einige Dinge beachten.

Gute Voraussetzungen für die Pflanzung auf Sandboden schaffen

Während Hobbygärtner im Süden Deutschlands meist mit schwerem Lehmboden zurechtkommen müssen, ist im Norden des Landes das Gegenteil der Fall. Hier erschwert trockener Sandboden die Gartenarbeit. Doch für beinahe jeden Boden sind die passenden Pflanzen erhältlich.





Um sandigen Boden zu verbessern und so die besten Bedingungen für die Pflanzung auf Sandböden zu schaffen, sind folgende Handgriffe notwendig:

  • etwa 20 Zentimeter der oberen Schicht des Sandbodens abtragen
  • Beet mit Umrandung versehen, damit der Sand nicht vom Wind davongetragen wird
  • Beet mit nährstoffarmem Sand aus dem Handel auffüllen

Nun ist das Sandbeet bestens auf die Kultivierung der folgenden Pflanzen vorbereitet.

Die 10 besten Pflanzen für Sandböden

Astlose Graslilie

Astlose Graslilie
Die Astlose Graslilie wird auch Traubige Graslilie genannt – © Jon Benedictus / stock.adobe.com

Die natürliche Heimat der Astlosen Graslilie liegt in Südeuropa. Aber auch in Skandinavien oder im Norden Afrikas lassen sich Vorkommen finden. Da die Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung auf Trockenrasen wachsen, kommen sie gut mit sandigem Untergrund und wenig Wasser zurecht.

Diese Staude wird auch häufig als Traubige Graslilie bezeichnet und ist mit ihren weißen, zarten Blüten ein wahrer Hingucker. Die Pflanzen wachsen etwa einen halben Meter in die Höhe und stehen zwischen Juni und August in Blüte.

Echtes Labkraut

Echtes Labkraut
Die Blüten verbreiten einen intensiven süßlichen Honigduft – © Wirestock Creators / stock.adobe.com

Die Rötegewächse werden etwa einen halben Meter hoch und sind damit im Sandbeet nicht zu übersehen. Denn das Echte Labkraut zeigt seine knallig gelben Blüten zwischen Mai und September. Die Blüten überzeugen dabei nicht nur farblich. Sie verbreiten auch einen intensiven süßlichen Honigduft, der Insekten beinahe magisch anzieht.

Färberginster

Färberginster
Die Heilpflanze blüht zwischen Mai und August – © wiha3 / stock.adobe.com

Einst wurde aus dem Färberginster Farbstoff gewonnen. Denn die Farbstoffe Luteolin und Genistein kommen in den Blüten, den Blättern und in den Zweigen vor. Mit einer Höhe von 40 Zentimetern kann der Färberginster im Sandbeet nicht übersehen werden. Die Heilpflanze blüht zwischen Mai und August.

Großblütige Königskerze

Großblütige Königskerze
Die Großblütige Königskerze ist eine zweijährige Pflanze – © Alena / stock.adobe.com

Im ersten Jahr erscheint die Großblütige Königskerze weniger imposant und bildet lediglich eine bodennahe Blattrosette aus. Die zweijährige Pflanze dominiert später jedoch den Sandgarten, denn die Wuchshöhe beträgt dann etwa drei Meter! Das Gute: Die Pflanzen kommen mit Hitze und Trockenheit gut zurecht. Denn die Blätter und Stiele sind mit feinen Härchen besetzt, die einen Schutz vor Sonnenstrahlen darstellen. Einen ähnlichen Effekt kennen wir vom Edelweiß.

Scharfer Mauerpfeffer

Scharfer Mauerpfeffer
Die Wuchshöhe beträgt lediglich ca. 15 Zentimeter – © Reinhold Einsiedler / stock.adobe.com

Der Scharfe Mauerpfeffer steht zwischen Juni und August in Blüte. Er sollte im vorderen Bereich des Sandbeetes angepflanzt werden, denn die Wuchshöhe beträgt lediglich ca. 15 Zentimeter. Die fleischigen Blätter, die an Sukkulenten erinnern lassen, sind der Grund, warum sich der Scharfe Mauerpfeffer gegen Hitze und Trockenheit so gut behaupten kann. Außerdem entwickeln sie beim Kauen ein an Pfeffer erinnerndes Aroma.

Adonisröschen

Adonisröschen
Das Adonisröschen blüht im Frühsommer – © skymoon13 / stock.adobe.com

Das Adonisröschen bringt Farbe in den Sandgarten. Das Hahnenfußgewächs kommt ursprünglich aus dem Norden Afrikas und ist perfekt an heiße und trockene Umgebungen angepasst. Die Pflanzen können bis 50 Zentimeter Wuchshöhe erreichen und blühen im Frühsommer.

Lupine

Lupinen
Lupinen können im Boden Stickstoff speichern – © skorpionik00 / stock.adobe.com

Sehr gut kommen auch Lupinen mit Sandböden zurecht. Damit können Sie sich an einer großen Farbenvielfalt erfreuen. Weiße, blaue, rosa oder violette Blütenrispen sind üblich. Die Blüte zeigt sich jedoch erst im zweiten Standjahr. Die Lupine bringt sogar noch einen weiteren Nutzen mit sich, denn die Pflanzen können im Boden Stickstoff speichern und damit das Substrat nährstoffreicher gestalten.

Lavendel

Lavendel
Die Blüten können getrocknet und vielfältig genutzt werden – © New Africa / stock.adobe.com

Mediterrane Kräuter können gut im Sandbeet kultiviert werden. Lavendel bietet dabei eine besondere Zierde und harmoniert sehr gut mit anderen Blühpflanzen. Die Blüten können sogar getrocknet und vielfältig genutzt werden. Die blau-violetten Duftkissen sind zudem ein hübscher Kontrast zum Adonisröschen oder den genannten gelb blühenden Pflanzen.

Tipp:
Wird Lavendel neben Rosen gepflanzt, kann er Blattläuse von den Pflanzen abhalten.

Weinraute

Weinraute
Die Weinraute kann bis zu 1,3 Meter hoch werden – © Ruckszio / stock.adobe.com

Auch dieser attraktive Halbstrauch fühlt sich auf Sandboden wohl. Die Weinraute kann bis zu 1,3 Meter in die Höhe wachsen und damit die übrigen Pflanzen im Sandbeet überragen. Zudem bieten die grün-grauen Blätter ein kontrastreiches Bild. Die Pflanzen stehen den ganzen Sommer in Blüte und können über Wurzelableger einfach vermehrt werden.

Pampasgras

Pampasgras
Pampasgras wächst rasch – © Antonio / stock.adobe.com

Das Pampasgras ist eine imposante Erscheinung. Leider ist die Pflanze recht empfindlich und die Wurzeln können in einem kalten und nassen Boden schnell verfaulen. Sandböden bieten somit gute Wachstumsbedingungen für das attraktive Gewächs.

Tipp:
Pampasgras wächst rasch und muss bei Verkahlung verjüngt werden. Durch die Teilung lässt sich gleichzeitig eine neue Pflanze gewinnen. Vor dem Winter sollten die Gräser nicht gekürzt werden.

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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