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Tibet Scheinmohn – So pflanzen und pflegen Sie den Blauen Mohn

Wer noch etwas ganz Besonderes für den Garten sucht, hat mit dem Tibet Scheinmohn die richtige Wahl getroffen. Denn der Blaue Mohn macht richtig was her.

Tibet Scheinmohn
Der Tibet Scheinmohn macht optisch viel her – © Christian Tobler / stock.adobe.com

Der Tibet Scheinmohn gehört zu den Liebhaberpflanzen im Garten, denn seine Pflege fällt ein wenig aufwändiger aus. Menschen mit einem grünen Daumen werden mit dieser kurzlebigen Pflanze jedoch ein Blütenmeer erschaffen, dessen Anblick alle begeistern wird.

Herkunft

Der Tibet Scheinmohn gehört zur Familie der Mohngewächse und wird im Lateinischen als „Meconopsis betonicifolia“ bezeichnet. Wie sein Name bereits vermuten lässt, stammt er aus China, wo er vor allem im Himalaja-Gebirge zu finden ist. Hierzulande wächst er nur, wenn er die richtigen Bedingungen bekommt.

Wuchs & Blütezeit

Der Himalaja-Scheinmohn, wie der Tibet Scheinmohn auch genannt wird, erreicht eine Höhe von etwa 40 bis 60 Zentimetern. Dabei wächst er aufrecht und bildet Horste. Die blauen Blüten, die er zwischen Mai und Juli bildet, werden von ovalen bis eiförmigen Blättern umwachsen, deren Ränder mit Kerben versehen sind.

Besonders bereichernd ist der Blaue Mohn für Staudenbeete und Naturgärten. Doch auch Steingärten verleiht er das gewisse Etwas.

Kurzer Steckbrief zum Tibet Scheinmohn

Tibet Scheinmohn (Meconopsis betonifolia)
andere Namen: Blauer Tibet Scheinmohn, Blauer Mohn, Blauer Scheinmohn, Himalaja-Scheinmohn, Tibetmohn
Familie: Mohngewächse (Papaveraceae)
Wuchshöhe: ca. 40 bis 60 cm
Wuchsform: aufrecht wachsend und horstbildend
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: durchlässiger Boden mit hohem Sand- und Humusgehalt, leicht saurer pH-Wert, kalkarm
Besonderes: gehört zu den kostbarsten Staudenpflanzen überhaupt
Überwinterung: mäßig frosthart
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Standort und Boden

Einen besonders guten Wuchs erreicht der Tibet Scheinmohn an sonnigen Standorten, die über mehrere Stunden möglicherweise auch Halbschatten zu bieten haben. Als ideale Standorte bieten sich zum Beispiel Hauswände an, die windgeschützt sind.

Wichtiger noch sind die Bodenansprüche der Pflanze. So verlangt sie einen sehr durchlässigen Boden, der reich an Sand und Humus ist. Dabei sollte er jedoch kaum bis gar keinen Kalk aufweisen. Der pH-Wert ist idealerweise leicht sauer. Je fruchtbarer der Boden, desto besser fällt auch das Wachstum dieser Pflanze aus.

Pflanzabstand und passende Pflanznachbarn

Wer den Tibet Scheinmohn in die Erde setzt, sollte darauf achten, dass pro Quadratmeter zwischen fünf und sieben Pflanzen Platz finden. Dabei sollte unbedingt ein Mindestabstand von 40 Zentimetern eingehalten werden. Als Nachbarn kommen Pflanzen wie Lungenkraut, Farne und Funkien in Frage. Auf diese Weise werden hübsche Farbakzente gesetzt.

So wird der Tibet Scheinmohn richtig gepflegt

Blauer Mohn
Der Tibet Scheinmohn wird auch Blauer Mohn genannt – © JoannaTkaczuk / stock.adobe.com

Der Tibet Scheinmohn verzeiht in Bezug auf die Pflege keinerlei Fehler und treibt im nächsten Jahr nur dann wieder aus, wenn im Vorjahr und über den Winter hinweg alles problemlos verlaufen ist. Beachten Sie deshalb bei der Pflege Folgendes:

❍ Gießen:

Ein frischer Boden ist unabdingbar. Er sollte auf keinen Fall austrocknen und muss daher regelmäßig gegossen werden.

❍ Düngen:

Im Frühjahr ist es in jedem Fall zu empfehlen, zusätzlich etwas Kompost oder einen anderen organischen Dünger in die Erde einzuarbeiten. Hierfür kommen zum Beispiel Hornspäne in Frage.

Als Dünger kommt etwa alle zwei Wochen ein Volldünger zum Einsatz, damit die Pflanze sämtliche Nährstoffe erhält, die sie für einen guten Wuchs benötigt.

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❍ Überwinterung:

Der Tibet Scheinmohn verträgt zwar Temperaturen von bis zu minus 17 Grad Celsius, dennoch sollte die Pflanze während der kalten Jahreszeit einen zusätzlichen Schutz erhalten. Im Herbst wird sie vorbereitend zurückgeschnitten. Dazu kommen Laub und Tannenzweige als Kälteschutz. Der Boden sollte zudem den Winter über trocken bleiben.

Wie anfällig ist der Tibet Scheinmohn für Krankheiten und Schädlinge?

In manchen Jahren kommt es beim Tibet Scheinmohn zu keinerlei Schwierigkeiten. Unterdessen scheint er während anderer Jahre regelrecht verflucht zu sein. Besonders häufig zeigen sich in Bezug auf Krankheiten und Schädlinge:

➭ Mehltau:

Mehltau sollte umgehend mit einem Fungizid behandelt werden. Andernfalls stirbt die Pflanze langfristig ab.

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➭ Wurzelfäule:

Sie kommt vor allem zum Tragen, wenn die Wurzeln zu nass werden. Dementsprechend sollten Sie unbedingt ein korrektes Gießverhalten einhalten.

➭ Blattläuse:

Es setzen sich hin und wieder gerne mal Blattläuse in die Pflanze. Sie können jedoch mit einer Brennnesseljauche sehr gut vertrieben werden.

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