Bäume

Bäume im Ziergarten – kugel-, kegel-, säulenförmig

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Der Ziergarten ohne Baum? Unvorstellbar. Ob als Hausbaum oder kugliges, säulen- vielleicht auch kegelfömiges Ziergehölz geben sie den Garten Struktur.

Bäume Ziergarten
© 7monarda – Fotolia.com
Daran gibt es wohl nicht zu deuteln: zum Ziergarten gehören kräftige Ziergehölze, die zu Säulen-, Kegel- oder Kugelbäumen herangezogen werden. Diese sollen vorrangig eine dekorative Wirkung besitzen. Bei der Gestaltung ist allerdings auf die zu erwartende Höhe und dem Kronenumfang zu achten, die in einem ausgewogenen Verhältnis zur Gartengröße stehen sollen. Ebenso spielt der persönliche Geschmack bei der Wahl der Bäume eine wesentliche Rolle. Das können Duftwirkung, optische Reize durch Blätter und Blüten, sowie die Fruchtbildung sein. Welche Ziergehölze eigenen sich als Bäume? Schauen Sie selbst und entscheiden nach Ihrem persönlichen Geschmack und passend zu Ihrem Garten.

Bäume im Ziergarten

Für den kleinen Garten sind Bäume ideal, die wenig Platz beanspruchen und wenig Schatten werfen.

1Laubbäume

© Zerbor – Fotolia.com

❶ Goldulme (Ulmus hollandica ‘Wredei)
Die Goldulme eignet sich aufgrund ihrer geringen Größe für kleinere Gärten. Bis zu 10 Meter hoch und 5 Meter breit kann der Baum werden. Dieser kleine Baum oder auch baumartige Strauch zeichnet sich durch einen aufrechten Wuchs und seine schmale, säulen- bis trichterförmige Krone aus. Straff aufrecht und dicht verzweigt wachsen die Äste und Zweige an denen leuchtend gelbe Blätter austreiben. Einzig und allein liegt der Zierwert der Goldulme in der Belaubung. Später ändert sich ihre Farbe in Gelb bis Gelbgrün. Weniger intensiv färben sich die Blätter der Goldulme an schattigen Standorten.

❷ Japanischer Fächerahorn (Acer japonicum)

Japanischer Fächerahorn
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Eine Augenweide für jeden Garten ist der Japanische Ahorn. Dieser strauchähnliche Zierbaum ist winterhart und auch leicht in der Pflege zu handhaben. Seine Blätter verfärben sich im Herbst in leuchtende Farbtöne. Je nach Sorte können diese von gelb über orange bis rot reichen. Genauso intensiv ist die Farbe der attraktiven doldenartigen Blüten mit ihren purpurroten Kelchen und rosafarbenen Kronblättern. Für einen gesunden und üppigen Wuchs ist der Standort maßgebend. Diser sollte sonnig bis halbschattig sein. Wenn der Boden gut vorbereitetet ist und der Baum nach den Pflanzen regelmäßig gut gegossen wird, dann steht der gedeihlichen Entwicklung nichts im Wege.

❸ Kugelakazie (Robinia pseudoacacia ‘Umbraculifera’)

Kugelakazie
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Ob im Vorgarten als Zierpflanze oder als Schattenspender im Park, die dekorative Kugelakazie zieht mit beinahe englischem Charme die Blicke von Garten- und Naturfreunden auf sich. Die zahlreichen Akazienarten sind äußerst robust und dazu noch pflegeleicht. Allerdings müssen Kugelbäume regelmäßig geschnitten werden. Auch Hobbygärtner mit weniger Erfahrungen im Baumschnitt, können den Kugelschnitt einfach und durchführen. Wer diese Bäume kultivieren möchte, dem gelingt es auch mit wenig botanischem Wissen, da es sich bei Kugelbäumen um sehr pflegeleichte Gehölze handelt.

2Blühende Bäume

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❶ Kugel-Trompetenbaum (Catalpa bignonioides)

Mit einem Kugel-Trompetenbaum wächst in Ihrem Garten eine auffällige Erscheinung heran. In jungen Jahren bildet er eine kugelige Krone, im Alter wächst der Baum mehr in die Breite als in die Höhe. An Elefantenohren erinnern die Blätter. Ziegelartig liegen die Blätter übereinander, wie ein dichtes Dach. Im Herbst glänzt der Baum durch seine schöne gelbe Blattfärbung. Kugel-Trompetenbäume eignen sich hervorragend für Toreinfahrten, als Hausbaum und Vogelschutzgehölz. Zudem ist die Pflege des Kugel-Trompetenbaumes ist unkompliziert.

❷ Tulpen-Magnolie (Magnolia soulangiana)

Tulpen-Magnolie
© Elisabeth – Fotolia.com
Mit seinen großen tulpenförmigen Einzelblüten, mit weißer Grundfarbe und rosa violetten Einfärbungen, zählt der Magnolienbaum zu den beliebtesten Ziergehölzen unter den Hobbygärtnern. Diese blühende Rarität ist weithin als Großstrauch oder als kleiner kurzstämmiger Baum anzutreffen, der eine Höhe von 3 bis 5 Metern erreicht. Im Alter wird er auch höher. Die prachtvolle Blüte entfaltet die Tulpen-Magnolie von April bis Mai vor dem Laubaustrieb. Im Sommer kann es gelegentlich zu einer schwachen Nachblüte kommen. Die ausladende Krone auf einem kurzen und meist krummen Stamm bei älteren Bäumen ist typisch für die Pflanze.

❸ Gemeiner Goldregen (Laburnum anagyroides)

Gemeiner Goldregen
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Bei der Gestaltung Ihres Ziergartens greifen Gartenfreunde gerne auf den Gemeinen Goldregen (Laburnum anagyroides) zurück. Dieses herrliche Blühgehölz eignet sich hervorragend für die Einzelstellung im Garten. Besonders reizvoll sind die zahlreichen gelbleuchtenden Blüten in lockeren, bogig überhängenden Trauben. Diese Trauben erreichen eine Länge von 20 – 30 cm. Farblich wirkt der Gemeine Goldregen sehr schön mit den lilarosafarbenen Blüten der bogig überhängenden Rispen Chinesischen Flieders und hinter rotem Rhododendron.

❹ Japanische Zierkirsche (Prunus serrulata)

Japanische Zierkirsche
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Mit ihrer auffallenden weißen oder rosafarbenen Blütenpracht ist die Japanische Zierkirsche im Frühjahr ein vortreffliches Schmuckelement in Vorgärten aber auch als Solitärpflanze in jedem Garten. Von dieser Baumart gibt es unzählige Sorten, die sich nicht nur in der Farbe, sondern auch in ihrer natürlichen Wuchsform unterscheiden. Sie pflegen dieses Gehölz nicht anders wie jedes andere. Außerordentlich wichtig für eine üppige Blütenpracht , das Wachstum und die Form des Baumes ist es, die Zierkirsche regelmäßig zu schneiden.

3Früchtetragende Bäume

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❶ Säulen-Eberesche (Sorbus aucuparia)

Für den Ziergarten werden kultivierte Formen der Eberesche angeboten, die eine Höhe bis 3 Meter erreichen. Es gibt allerdings auch Bäume dieser Art, die einen weitaus höheren Wuchs erreichen können. Die Säulen-Eberesche ist ein kräftiger Strauch, der durch einen geeigneten Schnitt zur Säulenform erzogen wird. Die etwa 20 Zentimeter langen, dunkelgrün-mattglänzenden Blätter des Baumes sind unpaarig gefiedert. Ab September fällt die Eberesche besonders mit ihren großen Fruchtdolden von leuchtend krebsroten Beeren auf. Diese bilden einen guten farblichen Kontrast zu dem dunklen Laub.

❷ Zierapfel (Malus spec.)

Zierapfel
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Der Zierapfelbaum hat einen recht zierlichen Wuchs. Charakteristisch sind die schönen Blüten, das Laub mit seiner Herbstfärbung und natürlich die Zieräpfel. Die robusten Sträucher sind recht pflegeleicht. Zierapfelbäume geben dem Garten das gesamte Jahr über ein ansprechendes Bild. Dieses Ziergehölz gibt es in vielen interessanten Sorten, einige haben sogar schmackhafte Früchte.

❸ Blutpflaume (Prunus cerasifera)

Blutpflaume
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Leuchtend rosafarbende Blüten, die sie im April entfaltet, und die dunkelroten Blätter zeichnen die die Blutpflaume aus. Obwohl sie gern in städtischen Parks eingesetzt wird, hat sie mittlerweile auch in kleinen Ziergärten einen Platz gefunden. Die Blutpflaume lässt sich sehr gut mit der weiß blühenden Kirschpflaume kombinieren. Allerdings bekommt sie nur wenige Früchte, die schmecken dafür aber sehr gut und das Fruchtfleisch hat ein schönes Aussehen. Für Vögel bietet die Blutpflaume einen beliebten Nistplatz. Daher sollte sie Ende Juni geschnitten werden. Zum einen ist zu diesem Zeitpunkt die erste Wachstumsphase abgeschlossen und zum anderen hat der Vogelnachwuchs die Nester verlassen.

4Nadelbäume

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❶ Japanische Mädchenkiefer (Pinus parviflora)

Die strauchartige Japanische Mädchenkiefer eignet sich in vielfältiger Hinsicht für kleine Themengärten. So gibt sie dem Heidegarten Struktur, ebenso auch japanischen Gärten oder dem ästhetisch gestalteten bunten Ziergarten. Sie zeichnet sich durch eine breite, kegelförmige und unregelmäßige, aber dennoch gut verzweigte und somit dicht und buschige Form aus. Die Japanische Mädchenkiefer hat ein langsames Wachstum. In 15 Jahren erreicht sie eine Höhe und Breite von etwa 2 Metern. Ihre Nadeln sind stark gedreht, weich und sanft. Die Fülle an Zapfen fällt gering aus, dafür halten diese über zwei Jahre am selben Baum.

❷ Wacholder (Juniperus communis)

Wacholder
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Eines der beliebtesten Nadelgewächse in heimischen Gärten ist der Wacholder, weil er robust und pflegeleicht ist. Wacholder ist kälteunempfindlich, benötigt aber viel Licht. Bei der Auswahl des Standortes sollte dies berücksichtigt werden. Besonders beliebt bei Hobbygärtnerb ist der Säulen-Wacholder. Er ist ideal für den Stein- und Heidegarten, weil er einen besonderen Zierwert hat. Zudem prägt der Charakter des Säulen-Wacholders die Struktur dieser Themengärten. Vögel, Bienen und nützliche Insekten siedeln sich gerne auf ihm an.

❸ Eibe (Taxus baccata)

Eibe
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So vielseitig wie die Eibe ist kaum ein anderer Nadelbaum. Die grünen oder gelben weichen Nadeln dieses Gehölzes schmücken den Garten im Sommer wie im Winter. Eiben können ein hohes Alter erreichen. In den zurückliegenden Jahren sind zahlreiche Eibenformen mit unterschiedlichen Wuchsformen und gelben bis dunkelgrünen Nadeln entstanden, die sich gut für die Einzelstellung eignen – von der gelbnadeligen Säulenform bis zur breitwüchsigen Eibe mit überhängenden Trieben, der sogenannten Adlerschwingen-Eibe. Dieses Ziergehölz mag einen halbschattigen bis schattigen Standort. Auf diesem entwickelt sie sich besser als auf einem sonnigen, exponierten Platz im Garten.

❹Zypresse (Cupressus)

Zypresse
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Die Wuchsform und Farbe der einzelnen Zypressengewächse sind unterschiedlich. Für den kleinen Garten bewährt sich die säulenförmige Solitärpflanze. Zypressen wachsen sehr schnell. Wenn sie nicht regelmäßig zurück geschnitten werden, dann können einige Sorten eine Höhe von etwa 10 Metern erreichen. Zypressen schneidet man darum mindestens einmal jährlich zurück entweder im Herbst oder im Frühling. Weil sie aber nur bedingt winterhart sind, sollten sie unbedingt an einem geschützten Standort gepflanzt werden.


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