Gartentipps

Günstig gärtnern: 11 Tipps für kleine Budgets

Ein schöner Garten muss nicht teuer sein. Auch mit wenig Geld können Sie blühende Beete erschaffen und reiche Ernten einfahren.

günstig gärtnern
Sparen Sie beim Gärtnern Geld – © lovelyday12 / stock.adobe.com

Wer sich einen Garten anschafft, der weiß, dass damit viel Arbeit verbunden ist. In der Regel entstehen auch teils enorme Kosten für die Gestaltung. Denn nicht nur die Gartengeräte verursachen Kosten, sondern auch die Pflanzen und deren Pflege.

Mit der richtigen Gartenplanung ist es jedoch möglich, einen tollen Garten anzulegen, ohne sich finanziell zu verausgaben. Wir zeigen Ihnen elf einfach umzusetzende Möglichkeiten, wie Sie Ihren Garten auch mit einem kleinen Budget gestalten können.

Tipp 1: Robustes Gartenwerkzeug anschaffen

Um den Garten regelmäßig pflegen zu können, sind robuste und langlebige Gartenwerkzeuge unverzichtbar. Zwar ist die Anschaffung von gutem Gartenwerkzeug erst einmal etwas kostspieliger, es zahlt sich auf Dauer jedoch aus. „Wer billig kauft, kauf zweimal“ lautet eine alte Kaufmannsregel. Auf diese Weise verhindern Sie, dass Sie sich nach einem oder zwei Jahren wieder ein neues Gerät kaufen müssen. Außerdem sind die Pflegeergebnisse oftmals etwas besser, wenn man beim Werkzeug auf Qualität setzt.

Darum bitte von Anfang an Qualität kaufen und besonders wichtig: anschließend auch pflegen (säubern, trocken lagern, ölen…)!

Tipp 2: Eigenes Gemüse anbauen

eigenes Gemüse anbauen
Gemüse selbst anbauen spart Geld – © Irina Fischer / stock.adobe.com

Der Gemüseanbau hat nicht direkt etwas mit günstigem Gärtnern zu tun. Vielmehr geht es darum, dass Sie durch den Gemüseanbau die Haushaltskasse schonen können. Denn viele Gemüse- oder Obstarten sind auf dem freien Markt relativ teuer. Werden sie stattdessen im eigenen Garten herangezogen, kann man sich das Geld auf dem Markt einsparen.

Besonders einfach anzubauen sind zum Beispiel Gemüsesorten wie Gurken, Tomaten oder Mini-Paprika. Sie wachsen sogar auf dem Balkon oder der Terrasse in einem Eimer.

Vernünftige Gartenplanung spart Geld

Tipp 3: Fehlkäufe bei Pflanzen vermeiden

Wer im Voraus plant, welche Pflanzen er wohin setzen möchte, kann genau bestimmen, ob die gewählten Pflanzen auch geeignet sind. Denn wenn man einen genaueren Plan vom Garten hat, kauft man keine unnötigen Pflanzen, die im Verlauf des Jahres eingehen, weil zum Beispiel die Bedingungen nicht stimmen.

Genauso erweisen sich einjährige Pflanzen nicht als optimal, wenn nur ein kleines Budget vorhanden ist. In diesem Fall sollte man eher auf mehrjährige Pflanzen setzen, die auch über einen längeren Zeitraum blühen oder mehrere Jahre.

Besonders gut geeignet sind für diesen Zweck zum Beispiel winterharte Stauden oder Blumenzwiebeln. Letztere kann man ohne Probleme verwildern lassen. Ergänzt man sie regelmäßig mit anderen Blumenzwiebeln, ergibt sich im Lauf der Zeit eine reichhaltige Blumenwiese.

Tipp 4: Kostengünstig an neue Pflanzen kommen

Pflanzen aus Samen ziehen
Im Handel finden Sie eine Vielzahl an Blumensamen – © MissKlik / stock.adobe.com

Mehrjährige Pflanzen treiben aus und bilden Ableger. Diese sollten nicht abgepflückt und entsorgt werden. Stattdessen lassen sie sich perfekt dazu einsetzen, sie im Garten zu verbreiten. Auf Dauer ist solch eine Teilung von Pflanzen natürlich immer günstiger als wenn sie jährlich neu im Blumentopf gekauft werden.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich mit den Pflanzen einfach Zeit zu lassen. Das bedeutet, sie in einem kleineren Stadium anzuschaffen und selbst im Garten heranzuziehen. Viele Pflanzen sind auch als Sämereien erhältlich, die letzten Endes günstiger sind als eine ausgewachsene Pflanze.

Tipp 5: Zeitpunkt des Pflanzenkaufs kalkulieren

Bei einigen Pflanzen ist es sinnvoll, auf das Saisonende zu warten. Denn dann sind sie meist günstiger erhältlich. Dies ist zum Beispiel bei Rosen der Fall. Sie werden am besten wurzelnackt beim Züchter erworben, der sie oftmals auch günstiger anbietet.

Eine weitere Option hierunter ist die Resterampe im Bau- oder Gartenmarkt. Hierher werden die Pflanzen verbracht, die nicht mehr so schön aussehen oder bereits verblüht sind. Oftmals findet man hier regelrechte Schmuckstücke oder spezielle Exemplare, die sonst einen stolzen Preis besitzen. Hier finden sich übrigens auch die einen oder anderen Blumenzwiebeln. Diese verwahrt der Händler nämlich nach Saisonende für gewöhnlich nicht auf.

Kostenlose Möglichkeiten nutzen

Tipp 6: Recycling & Upcycling

Recycling im Garten
Ausgedientes Geschirr einfach umfunktionieren – © HollyHarry / stock.adobe.com

Im Garten lassen sich viele Dinge verwenden, die ursprünglich für etwas anderes bestimmt waren. So können Sie zum Beispiel eine ausgediente Holzschubkarre bepflanzen. So lassen sich auch noch ganz andere Dinge wiederverwenden:

Material recyceln als
Joghurtbecher Übergangs-Blumentöpfe beim Anziehen von Pflanzen
Zeitungen selbst hergestellte Anzuchttöpfe
Lange Äste Beetabgrenzung oder Stütze für diverse Pflanzen
Altes Geschirr (z.B. alte Töpfe,
Kannen oder ähnliche Behälter)
dekorativer Blumentopf

Diese Liste lässt sich praktisch endlos fortsetzen. Auf diesem Weg wandern die aussortierten Dinge nicht direkt in den Mülleimer, sondern finden im Garten noch einen Einsatzzweck. Lassen Sie hier Ihrer Kreativität freien Lauf.

Tipp 7: Kostenlose Pflanzen beschaffen

Neben den genannten Optionen gibt es noch jene, die kostenlos sind. So kommt es zum Beispiel vor, dass Nachbarn untereinander gerne Pflanzen austauschen. Auf diesem Weg hat jeder etwas Neues im Garten und hierfür nicht einmal etwas bezahlt.

Häufig finden in der Nachbarschaft auch entsprechende Tauschmärkte für Pflanzen und Blumen statt.

Eine Alternative für die Nachbarn sind auch Kleinanzeigen der örtlichen Zeitung oder im Internet. Hier werden manchmal nicht nur Blumen oder Stauden angeboten, sondern ganze Bäume oder Sträucher, mit denen man den eigenen Garten bepflanzen kann.

Tipp 8: Kostenlose Erde beschaffen

Ähnlich wie bei den Pflanzen, ist auch die Beschaffung von Erde über Kleinanzeigen oder die Nachbarschaft möglich. Denn es kommt immer vor, dass jemand seinen kompletten Garten umgestaltet und dabei Mutterboden oder Gartenerde übrig bleibt.

In vielen Fällen wird die Erde sogar verschenkt, sofern man sie selbst abholt.

Tipp 9: Kompostieren und teuren Dünger vermeiden

kompostieren
Kompostieren ist günstiger als gekaufter Dünger – © jbphotographylt / stock.adobe.com

Der Kompost wird im Garten zu einem idealen Dünger und wertet jährlich die altbepflanzte Erde wieder mit Nährstoffen auf. Zwar kann man ihn auch teuer kaufen, mit eigenen Küchenabfällen aber auch selbst herstellen.

Gleichzeitig werden manche Schädlinge mit ihm vertrieben, wozu beispielsweise Schnecken oder Ameisen gehören. Je nachdem, was auf den Komposthaufen kommt, liefert er die entsprechenden Nährstoffe für den Boden.

Ein gutes Beispiel sind Eierschalen. Sie enthalten Calcium, den der Boden immer gebrauchen kann. Bananenschalen enthalten Kalium, was für Rosen unverzichtbar ist. Getrockneter Kaffeesatz verleiht Orchideen ein gutes Wachstum. Gemüsewasser vom Kochen gehört ebenfalls auf den Kompost. In ihm sind meist noch viele Mineral- und Nährstoffe enthalten.

Tipp 10: Bewässerungsalternativen nutzen

Der Gebrauch des Gartenschlauchs ist zur Bewässerung der Gewächse nicht erforderlich. Eine einfache Alternative kommt von oben: Regenwasser! Es lässt sich ganz einfach in Regentonnen sammeln und täglich im Garten einsetzen. In der Regel ist es für die Pflanzen sogar gesünder als das geklärte Wasser aus der Leitung.

Ideal zum Auffangen sind Regenfässer, auf denen sich eine stabile Abdeckung befindet. Sie sind nicht nur kindersicher, sondern halten auch Mücken fern.

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Tipp 11: Natürliche Schädlingsbekämpfung nutzen

Um Schädlinge aus dem Garten zu vertreiben ist es sinnvoll, anderen Tieren ein Zuhause zu bieten. Ein paar Beispiele:

Um die Existenz dieser Lebewesen im Garten zu fördern, sollte man zum Beispiel Insektenhotels aufstellen, Nistkästen aufhängen oder Wasserschalen bereitstellen. Ebenso geeignet sind entsprechende Blumen, die den Nektar als Nahrungsquelle für verschiedene Tierarten liefern.

Dank dieser Einrichtungen schafft man im Garten ein natürliches Gleichgewicht und bleibt von einer Schädlingsplage in der Regel verschont.

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