Gartengestaltung

Cottage-Garten anlegen – 7 Tipps für die Umsetzung

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Nostalgie vereint mit Romantik – das kann nur ein Cottage-Garten sein. Was diesen ausmacht und wie Sie einen Cottage-Garten anlegen können, zeigen Ihnen unsere Tipps.

Cottage-Gärten stammen aus England
Cottage-Gärten stammen aus England

Wer wünscht sich nicht einen Garten, der wunderschön aussieht, aber nur wenig Pflege braucht? Sie werden jetzt vielleicht denken, solch einen Garten gibt es nicht, es sei denn er besteht nur aus einer Rasenfläche. Aber da haben Sie falsch gedacht. Einen so genannten Cottage-Garten machen genau diese Merkmale aus.

Was das ist? Dabei handelt es sich um einen aus England stammenden ländlichen Garten, welcher im Prinzip wie ein Bauerngarten aufgebaut ist. Ein Cottage-Garten ist jedoch viel feiner und mit mehr Liebe zum Detail angelegt.

Wild, aber dennoch romantisch: der Cottage-Garten

Geprägt ist der Cottage-Garten besonders von Zwanglosigkeit und Wildheit, wobei er dennoch eine gewisse Struktur aufweist. Mittelpunkt dieses Gartens ist dabei, wie der Name es schon sagt, das Cottage (Hütte, Häuschen). Während dieser Garten früher lediglich ein Nutzgarten mit Kräuter- und Heilpflanzen, Gemüse und Obstbäumen war, ist er heute eine Vereinigung aus Blumen und Nutzgarten.

Elegant, aber dennoch wild, so sieht der heutige Cottage-Garten aus. Dabei ist er perfekt geeignet für alle, die gegen klar strukturierte Gärten mit penibel angelegten Beeten sind. Wenn Sie mal nach England reisen, dann sollten Sie sich unbedingt von diesem Gartenstil inspirieren lassen.

Sammeln Sie Anregungen für einen Cottage Garten:

1. Gartenausstellungen besuchen
(via ab-in-den-urlaub.de Flug buchen und botanische Gärten weltweit besuchen)

2. In einer Gärtnerei nachfragen, was in einen Cottage-Garten gehört
(via gelbeseiten.de deutschlandweit Gärtnereien finden)

3. Bücher über Cottage-Gärten lesen
(via amazon.de Bücher zum Thema finden)

Wie Sie sehen, gibt es genügend Quellen bzw. Orte, wo Sie sich Inspiration für Ihren Cottage-Garten holen und zugleich auch noch wichtige Informationen für die Pflanzenauswahl und -pflege bekommen können. Wie Sie diesen nun selbst anlegen, bzw. wie Sie Ihren jetzigen Garten in einen Cottage-Garten umwandeln können, zeigen Ihnen unsere Tipps.

Tipps für die Umsetzung eines Cottage-Gartens

➤ Tipp 1 – Gartenzaun/-mauer:

Gartenzaun/-mauerDie Basis eines Cottage-Gartens bildet die Umrandung des Grundstücks. Diese sollte bestenfalls aus einer hohen Hecke oder einer Naturstein- bzw. Ziegelmauer bestehen. An dieser Mauer können sich dann im Lauf der Zeit Moose und Flechten bilden, die schon außerhalb des Gartens für einen nostalgischen Touch sorgen. Aber auch Rankgerüste können den Garten umgeben. Allerdings sollten diese eher rustikal wirken.

Entscheiden Sie sich für eine hohe Schnitthecke, dann können wir Ihnen unter anderem die immergrüne Eibe oder auch Gehölze wie die Hainbuche oder die Rotbuche empfehlen.

➤ Tipp 2 – Weg- und Beeteinfassungen:

Weg- und BeeteinfassungenZwar besticht ein Cottage-Garten durch wilden Wuchs, aber dennoch sind die Beeten in diesem Garten klar abgegrenzt. Für die Beeteinfassung sind z.B. Buchshecken besten geeignet.

Wege werden in einem Cottage-Garten klassischer Weise oft mit Polsterstauden eingefasst, die gerne auch über den Wegrand wachsen dürfen. Ansonsten sehen aber auch natürliche Materialien wie Naturstein, Holz oder gebrannte Ziegel als Wegumrandung sehr gut aus.

➤ Tipp 3 – Wege anlegen:

Wege anlegenWährend die Gartenwege früher immer gerade angelegt wurden, dürfen sie heute auch im Bogen verlaufen. Wichtig ist jedoch, dass sie wie im Tipp zuvor beschrieben, von Stauden umrandet und bestenfalls auch noch von Spalierbögen ummantelt werden.

Die Wege an sich können aus Kies, Kieselsteinen oder anderen Steinchen angelegt sein. Aber auch gepflasterte Wege aus Naturstein sind möglich.

➤ Tipp 4 – Pflanzen für den Cottage-Garten:

Pflanzen für den Cottage-GartenBlumen- und Staudenbeete sind in einem Cottage-Garten unverzichtbar. Diese dürfen Sie aber keinesfalls nach System anpflanzen. Besonders gerne werden in einem Cottage-Garten z.B. die nachfolgenden Blumen angepflanzt:

➤ Tipp 5 – Wichtigste Pflanze: die Rose:

Wichtigste Pflanze: die RoseIn einem richtigen Cottage-Garten spielen Rosen eine sehr große Rolle. Sie verleihen diesem Garten einen ganz besonderen Charme und sorgen für die nötige Eleganz zwischen den wild wuchernden Pflanzen. Passend für einen Cottage-Garten sind besonders alte Rosensorten (Beispiele dafür hier).

Wenn Sie Rosen in Ihrem Garten anpflanzen, dann sollten diese am besten an einem Rankgitter oder einem Baum emporwachsen oder an Torbögen hinaufklettern. Alternativ zur Kletterrose können Sie aber auch den Blauregen oder die Clematis an einem Torbogen hochwachsen lassen.

➤ Tipp 6 – Obst und Gemüse anpflanzen:

Obst und Gemüse anpflanzenIn einem richtigen Cottage-Garten dürfen natürlich Obstbäume auf keinen Fall fehlen. Sie sollten vor allem da angepflanzt werden, wo sie besonders gut zur Geltung kommen und fast schon malerisch wirken. Für welche Obstsorten Sie sich entscheiden, bleibt dabei ganz Ihnen überlassen. Ansonsten dürfen auch Beerensträucher wie Himbeere, Stachelbeere, Brombeere und Johannisbeere nicht fehlen.

Was das Gemüse angeht, so sollten Sie dieses nicht zwingend in einem separaten Gemüsebeet anpflanzen, sonder ruhig zwischen den Blumen. Was meinen Sie, wie toll Tomaten, Rhabarber, Mangold, Rotkohl und Rosenkohl in einem Blumenbeet aussehen? Das klingt im ersten Moment vielleicht komisch, aber Sie werden staunen, wie klasse das aussieht.

➤ Tipp 7 – Gartendeko gekonnt in Szene setzen:

Gartendeko gekonnt in Szene setzenEinen Cottage-Garten machen meist nicht nur die Pflanzen, sondern auch spezielle Gartenaccessoires zu dem, was er ist. Dabei müssen Sie die Mitte zwischen alt und elegant finden. Besonders hübsch sehen beispielsweise:

  • eine alte Holzleiter am Baum
  • ein Weinfass als Regentonne
  • Blecheimer als Blumentöpfe
  • eine alte Sonnenuhr
  • rustikale Pflanzenstecker
  • eine Vogeltränke
  • ein Wasserbecken

aus. Die Gartendeko darf dabei alt und abgenutzt, aber nicht schäbig aussehen. Vielleicht haben Sie ja schon einmal etwas von dem neuen Einrichtungstrend „Shabby Chic“ gehört. Möbelstücke und Dekorationen werden dabei mit Absicht mit Schönheitsfehlern versehen (hier Tipps für Gartengestaltung im Shabby Chic). Dieser Stil passt in einen Cottage-Garten optimal.


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